Zu neuen Ufern

Dieser Film von 1937 kam gestern Nacht in der ARD, wohl zum sich bald jährenden 30ten Todestag von Zarah Leander strahlte das Erste zwei Filme mit ihr aus. Und während sich die Brauen immer wieder gerne an die damalige Zeit erinnern, die großen Filmstars und ihre Revuen als Aushängeschild des NS-Kulturbetriebes feiern, sind es so die kleinen „Nebensächlichkeiten“ die erst die ganze Abscheulichkeit des Hitler-Regimes zu Tage treten lassen. So stößt man, wenn man sich die Besetzung dieses Kino-Klassikers betrachtet, auf den Namen Robert Dorsay. Der Schauspieler wurde 1941 eingezogen und kämpfte zwei Jahre lang im von Hitler begonnenen Krieg. 1943 wurde er wegen politischer Witze und regierungskritischer Bemerkungen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dass auch die Nachfolger der NSDAP eine Affinität zur Todesstrafe haben, ist bekannt. Sollen sie ruhig – jeder wie er’s mag. Es wählt sie ja zum Glück keiner. Der Gipfel der Dreistigkeit und Verlogenheit ist aber, dass sich die braune Brut ständig darüber beschwert, wie unmenschlich sie doch behandelt und diskriminiert wird. Wie schlimm dieser Staat doch sei und wie unfrei und wie super es doch unter Adolf war. Ich spare mir jede weitere Erregung darüber. Wer Adolfs Geburtstag feiert oder Adolf als Kreuzworträtsel-Antwort wählt, Adolf hier und Adolf da so toll findet, der ist ein Nazi, Punkt aus. Und Nazis sollten ganz ruhig sein von wegen politischer Verfolgung. Immerhin dürfen sie ja mit ihrer Partei N P D antreten. Und dass sie keiner wählt, liegt einzig an ihnen selbst, und an ihren Vorbildern aus der Geschichte, und daran wird sich auch nie etwas ändern. Und da können sie sich noch so verkleiden, wer Kritiker umlegen lässt hat keine zweite Chance verdient und kriegt sie auch nicht. Wenn das Pferd tot ist, muss man absteigen, wenn’s auch schwer zu verkraften ist. Wiederholte Wiederbelebungsversuche in allen Ehren, aber hier ist nichts mehr zu retten. Bei einem Schrottwagen mit Totalschaden ist die Reparatur oft teurer als eine Neuanschaffung. Wer solche Leichen (im wahrsten Sinne des Wortes) im Keller hat, der hat einfach das Grundvertrauen auf ewig verspielt, und das mit Recht. Wer das nicht einsieht, ist selbst Schuld. Trotz und Hass gegen die derzeitig herrschenden Parteien ist eine Sache, aber deshalb auf die noch größeren Verbrecher setzen? Das wird nichts werden, um das zu erkennen, muss man kein Prophet sein.

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  1. Tyron Booker
    28. Juni 2011 um 14:40

    „wer Kritiker umlegen lässt hat keine zweite Chance verdient “
    Bitte nehmen Sie das doch auch wörtlich und vergleichen Ihre Gesinnung mit der Geschichte.
    …Und…?
    Hitler war ein Ar…! Aber „von Hitler begonnenen Krieg“ zeigt mir, das Ihr Verständnis der Vergangenheit ein politisch sehr schmaler Streifen zu sein scheint.

    • Grafenwalder
      28. Juni 2011 um 19:18

      Stimmt, Hitler hat Polen nicht den Krieg erklärt. Danke für die Berichtigung!

  2. BW
    4. August 2011 um 23:40

    Du lernst es nie!
    Bei dir paart sich bei dem Thema absolute Dummheit mit Beratungsresistenz!

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