Nachlese zu mehreren Artikeln

1. Glasnost in München: Politically Incorrect bringt nun endlich den erwarteten Artikel zur Veranstaltung. Es handelt sich um ein sehenswertes 10-minütiges Video-Interview mit Götz Kubitschek.

Weitere Links zum Thema:

>> Sezession: Erst Glasnost, dann Perestroika – Sarrazins nächstes Buch

>> Eigentümlich Frei:„Sarrazin lesen“ in München: Die „Ausweitung der Formulierungszone

>> Junge Freiheit: Glasnost vor Perestroika

>> Neues Deutschland: Sarrazin für Bürger und Schwarzhemden

>> a.i.d.a.: München: Skandal im Gasteig

>> Schlamassel Muc: Ausweitung der Arschgeigen-Zone

 

2. Kommt Huckabee nach Berlin?

Hier ebenfalls ein Artikel bei PI. Ich hatte ja auch auf die Meldung bei diefreiheit.org verlinkt, wer sich dort einmal die Kommentare durchgelesen hat, konnte schon erahnen, dass die Einladung Mike Huckabees Ärger verursachen würde. Nun hat sich Stadtkewitz offenbar kritischen Stimmen aus der Partei gebeugt, und sagte, er wolle die Einladung „nicht weiterverfolgen“. Trotz der begrenzten Wirkung, den ein Huckabee-Besuch gehabt hätte, empfinde ich das trotzdem als Enttäuschung. Wohin steuert „Die Freiheit“ (DF) fragt PI zurecht. Wird sie das gleiche Schicksal wie die Piratenpartei erleiden? Wenn man sich hier schon vorauseilend den linken Medien und dem Zeitgeist unterwirft, verheißt das jedenfalls nichts Gutes. Auch bei den Piratten hatte ja bekanntlich ein Aaron Koenig seine Finger im Spiel. Davon abgesehen war die ganze Sache eh‘ viel zu unausgereift, um groß hinausposaunt zu werden. Huckabee wäre wahrscheinlich eh‘ nicht gekommen. Huckabee braucht eine DF nicht, aber DF hätte mit einem Huckabee-Besuch ein Zeichen setzen können. Diese Ausladung gibt uns jedoch wiederum Hinweise über den Zustand von DF.

 

3. Fragen an Matthias Heyder

Heyder hat nun geantwortet.

Seine Lösungsvorschläge zur Arbeitslosigkeit reißen mich jetzt nicht vom Hocker. Er will hauptsächlich Subventionen umschichten, bleibt jedoch insgesamt ziemlich vage. Lustig finde ich sein Beispiel mit den Spaßbädern. Wären diese von der Schließung betroffen, würde er wahrscheinlich gerade dagegen wettern, und monieren, dass nun Arbeitsplätze wegfielen und die Attraktivität des Landes in Sachen Freizeitangeboten weiter zurückgehen würde. Klingt für mich nach billigstem Populismus ohne wirkliche Ideen, ich muss es leider so sagen.

Bei der dritten Frage zum Nazitum in der Partei und deren Umfeld bleibt er leider sehr einsilbig: „3. (a)(b)(c)  Mitglieder des Landesverbandes Sachsen-Anhalt die öffentlich auf NPD Demonstrationen solcherlei Sachen machen sind mir nicht bekannt.“ Ich hätte mir deutlich mutigere bzw. konkretere Antworten zur Arbeitslosigkeit gewünscht.

Bemerkenswert ist übrigens, dass eine andere Antwort Heyders zur Krankenversicherung von Ausländern von abgeordnetenwatch.de zensiert wurde: „Da die Antwort des Kandidaten gegen unseren Codex verstößt hat sich das Kuratorium entschlossen, die Antwort nicht frei zu schalten. Die Antwort wurde der Fragestellerin bzw. dem Fragesteller zugestellt.“ Was er da wohl geschrieben hatte?

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  1. blacksun87
    15. Februar 2011 um 23:49

    “ Was er da wohl geschrieben hatte?“

    Frag ihn doch 😉

  2. 15. Februar 2011 um 23:55

    Götz Kubitschek erweist sich hier vom Äußeren her ein wenig als Yukio Mishima, von der Aussage her aber doch als cunctator und typisch Konservativer, der sich den charismatischen Mann wünscht, aber nicht dessen Handlungen herbeiwünscht..

  3. burg bönz
    16. Februar 2011 um 01:54

    @niekisch typisch konservativ,uiuiui..na tausendmal besser als eure versifften köpfe von der npd a la apfel,pastörs,wulff etc.

    • niekisch
      16. Februar 2011 um 14:22

      # burg bönz,

      Du hast offensichtlich meine Aussage nicht verstanden.

  4. Romantiker
    16. Februar 2011 um 05:07

    Bin überrascht, dass PI Kubitschek, Sezession & Co nicht „zu rechts“ ist.
    Die Sezessionisten sind zwar nicht ideologisiert, allerdings gerade deswegen möglicher Verbindungspunkt von halbrechten Islamkritikern, Neurechten und extrem Rechten.

  5. Tiwaz
    16. Februar 2011 um 14:30

    Die besagten Fragen und die zensierten Antworten Heyders:
    _____________________

    Hallo Herr Heyder,

    1. Was halten Sie von Ausländern in der NPD, wenn diese
    Nationaldemokratische Grundsätze befolgen und gutheißen ?

    …2. Wie stehen sie Homosexuellen die Nationaldemokratische Grundsätze
    befolgen und gutheißen ?

    Ich weiß das es Ausländer in der NPD schon gibt wie Herrn Babic in
    Trier, ich würde aber gerne Ihre Meinung dazu hören. Auch zu Homosexualität, ich bin mir bewusst das unser Volk nur aufblühen
    kann wenn es normale Familien etc hat, der NPD – Grundsatz dazu ist mir
    auch bekannt. Ich meine nicht das wir alles achten müssen aber ich denke
    ein bisschen Toleranz ist bei sowas schon angebracht. Denn es gibt auch
    Homosexuelle die Patriotisch – nationalistisch gesinnt sind. Ich kenne
    persönlich zwei die aber nicht in die NPD wollen weil sie fürchten
    diskriminiert zu werden.

    ———————-

    Hallo Herr Mayer,

    das einzige Kriterium, welches ich bei neuen NPD Mitgliedern anlege, ist die unbedingte Liebe zum deutschen Volk. Diese kann es bei Ausländern geben, oft wird das aber nicht vorkommen, denn es wäre reichlich unnatürlich ein fremdes Volk mehr als sein eigenes zu lieben (auch wenn man bei einigen „BRD Bürgern“ zu einer anderen Ansicht kommen könnte).

    Laut Satzung gibt es keine Möglichkeit der Aufnahme von Ausländern in der NPD. Dort steht: „Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist der politische Zusammenschluß nationaler Deutscher aller Stände, Konfessionen, Landsmannschaften und Weltanschauungen.“

    Ich finde diese Regelung gut.

    Zur Frage der Homosexuellen gibt es eine ganz klare Aussage: Was zu Hause passiert, ist Privatsache. Wenn aber Homosexuelle ihre Sexualität als Normalität darstellen und in der Öffentlichkeit ausleben wollen, verlassen sie meines Erachtens nach den sittlichen und zivilisatorischen Grundkonsens der Gesellschaft. Dies ist nicht akzeptabel, weil dieses Verhalten die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig gefährdet. Ich möchte, daß meine Kinder Teil eines stolzen, ehrenhaften Volkes werden und nicht dekadente, gleichgeschaltete und sexuell enthemmte Weltkonsumenten.
    In diesem Sinne müssen ihre beiden Bekannten entscheiden, auf welcher Party sie tanzen.

    Viele Grüße

    Matthias Heyder

    _______________________

    Sehr geehrter Herr Heyder,

    Wussten Sie, dass Angehörige von in Deutschland lebenden Ausländern in
    ihrer Heimat kostenlos Leistungen unserer gesetzlichen Krankenversicherung
    in Anspruch nehmen können, selbst dann, wenn sie noch nie einen Fuß
    …a…uf deutschen Boden gesetzt haben?
    Zweite Frage dazu: Was gedenken Sie als Abgeordneter konkret gegen diesen unhaltbaren Zustand
    zu tun?
    ————————-

    Lieber Herr Schönberger,

    ich weiß das und finde, daß dies ein Skandal erster Güte ist. Aber was will man erwarten von Bundesregierungen, die scheinbar nur das Wohl des Ausländers im Blick haben und nicht das des deutschen Volkes. Immer wenn ich meinen Zusatzbeitrag von 8,-€ monatlich überweise, bedanke ich mich im Geiste bei Machmut und Ali, die auf meine Kosten gerade eine erste Klasse Behandlung in Ankara bekommen. Das kann so nicht weitergehen.

    Wir werden versuchen Bundesratsinitiativen zu starten, mit dem Ziel diese Sozialversicherungsabkommen zu kündigen. Wie Sie wissen, läuft auch eine Online-Petition gegen diese Abkommen.

    Was allerdings noch viel mehr helfen würde wäre, wenn Krankenversicherungskarten endlich mit Foto versehen wären und Patienten sich als berechtigte Besitzer der Karte ausweisen müssten. Heutzutage hat in nicht wenigen arabischen Großfamilien nur eine Person eine Krankenversicherung und der ganze Clan geht damit zum Doktor. Hier herrschen teilweise Zustände wir im tiefsten Kurdistan. Da gehört mal kräftig aufgeräumt.

    Das werde ich tun, wenn Sie mich wählen!

    Ihr Matthias Heyder

  6. blacksun87
    16. Februar 2011 um 21:37

    Wie würde Grafenwalder Arbeitsplätze schaffe?^^

    • Grafenwalder
      17. Februar 2011 um 09:45

      Erstens bin ich kein Politiker. Wollte ich gewählt werden, würde ich mir auch was dazu Überlegen. Zweitens schaffen nicht Politiker Arbeitsplätze, sondern Unternehmer.

      • blacksun87
        17. Februar 2011 um 13:57

        Na aber irgendwie muss man eben die Unternehmen dazu bringen Arbeitsplätze zu schaffen 🙂

      • mm...
        17. Februar 2011 um 16:50

        @schwarze Sonne
        Und, wie schlau hat dich Herr Heyder in dieser Hinsicht gemacht? Woher kommen den nun die ganzen vielen Arbeitsplätze?
        @Grafenwalder
        In Bezug auf die Spaßbäder hat du den Kern der Sache getroffen, populistische heiße (oder eher lauwarme?) Luft.

        Zu den im NPD-Umfeld angeblich nicht vorhandenen Nazis hatte ich mich schon an anderer Stelle geäußert.

      • blacksun87
        18. Februar 2011 um 04:44

        Das hat er doch gesagt – ist nichts neues.

        Ich unterstütze doch als Staat lieber meine eigenen kleinen und mittleren Unternehmen als die ganze EU und Zockerbande…

        Durch weniger Ausländer werden auch Arbeitsplätze frei oder die sozialen System entlastet. Wer als Deutscher nicht arbeiten will ,natürlich muss das irgendwie bewiesen werden, bekommt eben kein Geld mehr.

        AUTOBAHN 😀 Ne aber im ernst schaut euch mal die Straßen an… die müssten auch alle repariert werden was ja auch Arbeitsplätze schaffen würde…

        Aufträge vom Staat müssen an deutsche Unternehmen vergeben werden, wenn es keine gibt an europäische Nachbarländer.

        Autobahnmaut für PKWs, warum sollen wir für alle zahlen?? Wärend wir auch noch zahlen dürfen wenn wir im Ausland rumfahren…

        Förderung deutscher Familien durch Steuerfreiheit,Müttergehalt.

        Mindestlohn,kürzungen für Abgeordnete, kein Kampf gegen Rechts mehr, Schulfach Nationalstaat,Sozialstaat,Volksherrschaft-Politik (Selbstentwicklung keine realen Parteien auf dem Schulplan)

        Naja das sind so paar Überlegungen von mir..

      • mm...
        18. Februar 2011 um 20:08

        Du sagst es: Es ist nichts Neues in dem was Heyder so schreibt. Angeblich verschwendete Gelder, die man natürlich anders hätte viel besser einsetzen können, wäre es jedoch genau so, hätte er mit Sicherheit das Gegenteil gefordert. Kleinunternehmen fördern, bla, bla, das hätte er auch bei jedem Hanswurst abschreiben können. Der für Heyder vor einiger Zeit ach so überflüssige und totgeborene Flughafen Cochstedt wird ja nun blöderweise doch den Flugbetrieb aufnehmen…
        Nun zu deinen „wirtschaftspolitischen Visionen“:
        Die Zeterei über „ganze EU“ und ominöse „Zockerbanden“ klingt nun reichlich abgedroschen. Das reicht vielleicht für ein plattes Wahlplakat, hält aber keiner ernsthaften Nachfrage stand. Übrigens, auch wenn ich jetzt möglicherweise hysterische Aufschreie provoziere, war S-A in den letzten 20 Jahren innerhalb der EU eher auf der Nehmerseite zu finden. (allein 3,5 Mrd. Euro 2003-06)
        Steuerfreiheit, öffentlicher Straßenbau, Mutterkreuz (sorry: -geld) Mindestlohn, immer schönes Wetter, Freibier für alle, …, natürlich alles sauber gegenfinanziert – nee, lass mal gut sein!

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