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Kommt Huckabee nach Berlin?

„Die Freiheit“ hat offenbar einen dicken Fisch am Haken. Kann sie ihn auch an Land ziehen? Über ihre Internetseite lässt sie verbreiten, Stadtkewitz habe den charismatischen ehemaligen Gouverneur von Arkansas und „fast“-Präsidentschaftskandidaten der amerikanischen Republikaner nach Berlin eingeladen, woraufhin sich dieser „sehr interessiert“ gezeigt habe.

Wir erinnern uns, 2008, ein anderer US-Präsidentschaftskandidat besuchte Berlin. Es war Barack Obama und er sorgte für ein Medienereignis und solche Bilder:

Nur leider ist Huckabee nicht Obama. Genauso wie NPD-Präsidentschafskandidat Frank Rennicke nicht Christian Wulff ist. Mike Huckabee ist ein guter Mann. Charismatisch, christlich, konservativ. Aber um ehrlich zu sein: Außer eingefleischten USA-Freunden und Polit-Junkies kennt ihn hier keiner. Er war zwar zusammen mit Mitt Romney und John McCain einer der drei Nominierten, die es in die engste Auswahl zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten 2008 schafften. Doch er hatte nicht mal in den USA die Unterstützung der Medien und wurde regelrecht boykottiert. Von Deutschland brauchen wir gar nicht erst zu reden, die gleichgeschaltete linke Tendenzpresse hatte ja sogar Mühe, ein Mindestmaß an Berichterstattung über McCain zustande zu bringen, und mit der einseitigen Hetze gegen McCain und Bejubelung des Messias Hussein Obama wurde auch nicht mal mehr der Anschein einer objektiven Berichterstattung gewahrt. Die Journaille war zu 100% im Obama-Fieber. Da spielte es sowieso keine Rolle, wer gegen den Mulatten antritt.

Chuck Norris war der prominenteste Unterstützer Huckabees im Wahlkampf 2007/2008.

Doch gehe ich jede Wette ein, Huckabee hätte die Wahl noch deutlich spannender gemacht, denn einen Erdrutschsieg war das beileibe nicht für Obama, und Huckabee hätte im Vergleich zum Tattergreis McCain besser abgeschnitten. Aber ist auch egal. Viel wichtiger ist: Was interessiert uns das in Deutschland? „Die Freiheit“ braucht erst mal mediale Aufmerksamkeit, will sie die Berliner Wahl im Herbst gewinnen. Positive Aufmerksamkeit, wenn möglich (Grüße an die braune Bad News-Fraktion von der NPD). Beides kann sie leider mit Huckabee schwerlich bekommen. Erstens ist er hier vollkommen unbekannt, wie bereits ausgeführt. Und zweitens, wenn dann die Schmierenpresse über ihn berichtet, wird sie nur Böses zu schreiben haben. Und Stadtkewitz wird sich beeilen, sich von Huckabee auch wieder schnellstmöglich zu distanzieren. Ist doch alles schon mal da gewesen, ich sag‘ nur Geert Wilders.

Daher leider mein nüchternes Fazit: So sehr Freunde der transatlantischen Partnerschaft, wie ich einer bin, diesen Besuch begrüßen würden, so fruchtlos wäre er für die dringend benötigte Medienaufmerksamkeit. „Die Freiheit“ sollte sich vielleicht mal an deutsche Promis ranmachen, das gilt übrigens auch für alle anderen „rechtsdemokratischen“ Mikro-Parteien. Wenn man so jemanden gewinnen könnte, wäre hundert mal mehr gewonnen. Es muß ja nicht gleich Sarrazin sein. Gerade hat z.B. Til Schweiger das Maul aufgemacht. Wenn also eine Partei etwa beim Thema Law & Order punkten will, und das muss eine rechte Oppositionspartei, warum kann sie dann nicht einen Til Schweiger oder ein ähnliches Kaliber für sich als Unterstützer gewinnen? An Seriosität mangelt es der fast schon zu stromlinienförmigen CDU-Abspaltung doch bisher nicht. Ohne braunen Touch müsste es doch eigentlich ein leichtes sein, irgendwelche Promis mit ins Boot zu holen. Also, liebe „Freiheit“: Nicht kleckern, sondern klotzen!

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  1. blacksun87
    5. Februar 2011 um 21:43

    Obama wurde nur zum Held ,weil er schwarz ist. Aber das ist ja kein Rassismus…

  2. Thoniz
    5. Februar 2011 um 22:39

    Die Pro-Bewegung hätte genauso damit angeben können Mike Huckabee von der Seite angequatscht zu haben, dass ist doch alles wirklich nur Effekthascherei von der Freiheit.

  3. Berti Stein
    6. Februar 2011 um 14:30

    Auf dem Foto wird klar, was mit „grauer Masse“ gemeint ist.

  4. 6. Februar 2011 um 18:22

    „Freunde der transatlantischen Partnerschaft, wie ich einer bin“

    Jetzt sehe ich klarer. Danke, Grafenwalder, für diese Aussage.

  1. 5. Februar 2011 um 09:01
  2. 15. Februar 2011 um 23:19

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