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Interview von Stadtkewitz mit dem Kopp-Verlag

Im Fall Kirsten Heisig hat René Stadtkewitz jetzt auf Kopp-Online Stellung genommen. Im Grunde untermauert er noch einmal seine Version, nach der er mit Heisig in Kontakt stand.

Weiterhin plädiert er dafür, die Spekulationen um Heisigs Tod zu beenden:

Auch für mich war ein Suizid zunächst unvorstellbar. Wie viele andere konnte und wollte ich nicht glauben, dass diese starke Frau am Ende doch so zerbrechlich war.

[…]

Der magere Informationsfluss und gerade die voreilige »Schuldzuweisung« der Senatorin noch vor Abschluss der Ermittlungen haben sehr viel Raum für Spekulationen gelassen. Ich habe deshalb auch Verständnis dafür, dass es viele Menschen gibt, die an der offiziellen Version nicht glauben wollen. Dennoch, nach allem, was ich inzwischen erfahren habe, gerade aus dem familiären privaten Umfeld, denke ich heute – trotz vieler offenen Fragen – ein wenig anders über diese schreckliche Tragödie. Auch wenn ich weiß, dass es nötig wäre, alle Details öffentlich zu machen, um wenigstens halbwegs nachvollziehen zu können, bin ich mir ebenso sicher, dass dies niemandem hilft, vor allem aber, dass sie es nicht verdient hat, dass alle privaten Details nun öffentlich diskutiert werden. Denn selbst wenn man dies täte, bleibt immer noch das Unverständnis. Wie soll man auch die Motive für einen Suizid nachvollziehen? Die Spekulationen würden auch dann nicht enden.

Zur Wahrheit gehört auch, dass sich beinahe alle teils an den Haaren herbeigezogenen Argumente, mit denen Spekulationen genährt werden, widerlegen lassen. Auch ich kenne einige Leute bei der Berliner Polizei. Kirsten Heisig war dort sehr beliebt. Wir können absolut sicher sein, dass gerade die Berliner Polizei ihre Arbeit hervorragend getan hat.

Auch kritisiert er den Verschwörungstheoretiker Gerhard Wisnewski. Dieser hatte auf Kopp-Online Theorien über Stadtkewitz, Israel und das Pentagon gesponnen. Dazu Stadtkewitz:

Wenn nun aber, wie auch auf dieser Website publiziert, über einen Zusammenhang zwischen ihrem Tod und ihren Überlegungen politisch aktiv zu werden spekuliert wird, dann schmerzt dies nicht nur sehr, sondern überschreitet eine moralische Grenze der Meinungsfreiheit. Wenn dann auch noch von einem Journalisten, der den Anschein erweckt, sich in einer Theorie verrannt zu haben, das Pentagon oder meine Reise nach Israel ins Spiel gebracht werden, dann graut es mir, wie das Ansehen dieser mutigen Frau mit den Füßen getreten wird.

Dass die Stimmen aus der Verschwörungsecke nun verstummen werden, ist jedoch eher fraglich. Das Tolle an Verschwörungstheorien ist ja, dass man sie nicht widerlegen kann – so gibt es Theorien, nach denen Stadtkewitz nur eine Marionette der Israel-Lobby bzw. des Pentagons, also kurz: der geheimen jüdischen NWO-Weltverschwörer sei. Heisig war möglicherweise im Begriff, bei Stadtkewitz mitzumachen. Wie passt es da zusammen, dass sie von den selben „Mächten“ beseitigt wurde? Antwort: Sie wollte nicht mehr im Sinne dieser „jüdischen Globalisten“ mitmachen. Oder war es gar ein anderer, möglicherweise konkurrierender Geheimdienst, der Heisigs potentielle Polit-Karriere als zu erfolgversprechend und damit gefährlich für die ungestörte Selbstentfaltung muslimischer krimineller Jugendlicher einschätzte? Und möglicherweise das Ende der Politik der ungesteuerten Zuwanderung fürchtete? Oder, oder, oder …

Man sieht: Diese Theorien lassen sich unendlich weiterspinnen, man kann ihnen nicht beikommen, da sie ja nicht auf Fakten beruhen, sondern sich größtenteils in Fantasiewelten abspielen, die unendlich variiert werden können. Daher meine Empfehlung an Stadtkewitz: Verschwörungsspinner in Zukunft einfach ignorieren.

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  1. Fred
    12. Januar 2011 um 03:54

    Hier kann man das Hotel bewerten, das die Freiheit rausgeschmissen hat:

    http://www.cp-berlin.com/Hotelbewertungen-Berlin-Hotel-Crowne-Plaza-Berlin/#top

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