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Die Macht der Medien am Beispiel Ernst Zündel

Ernst Zündel bei seiner Entlassung am 1. März in Mannheim.

Der umstrittene Autor Ernst Zündel wurde Anfang März aus der Haftanstalt Mannheim entlassen. Insgesamt war er sieben Jahre lang eingesperrt, in Kanada, in den USA, und zuletzt fünf Jahre lang in Deutschland. Zündel befasste sich mit der Geschichte der Juden im Dritten Reich, und kam dabei leider zu falschen Ergebnissen im Sinne der deutschen Strafgesetzgebung. Es geht mir hier gar nicht darum, mich mit den Thesen Zündels zu befassen, wie deren Wahrheitsgehalt ausfällt, und ob und inwieweit sein Werk politisch motiviert ist. Ich möchte lediglich anmerken, dass seine Verurteilung zu einer langjährigen Freiheitsstrafe nur aufgrund eines Meinungsdeliktes meinem Gerechtigkeitsempfinden zutiefst widerspricht.

Auf einen anderen Sachverhalt möchte ich in Zusammenhang mit Zündel einmal den Blick lenken: Die Auswirkungen einseitiger Medienpropaganda auf die Meinungsbildung. Ernst Zündel wurde nämlich im Knast zum Obama-Befürworter. Richtig gelesen. Das lässt sich auf den Umstand zurückführen, dass er im Mannheimer Strafvollzug seine Informationen über die Aussenwelt hauptsächlich vom amerikanischen Fernsehsender CNN bezog, der weltweit über den Kanal CNN International ausgestrahlt wird. CNN gilt als „links“, also absolut einseitig „Demokraten“- und Obama-freundlich. Flankierend hierzu hatte er nur noch Zugang zu BBC News und deutschen Fernsehsendern – alle ebenso 100% Obama-verliebt. Zu anderen Informationsquellen hatte er nur spärlichen Zugang (dank massiver Überwachung, Zensur und Einbehaltung seiner Korrespondenz). Internet natürlich überhaupt nicht.

Und so wurde er also in drei Jahren „Obamanie“ zum Obama-Fan. Dies verkündete er kurz nach seiner Entlassung im Frühjahr dieses Jahres in einer amerikanischen Radiosendung. Er war dort etwa eine Stunde lang dem Radio-Moderator Jeff Rense zugeschaltet, welcher der Verschwörungsszene zugerechnet werden kann. Eine Aufzeichnung des Interviews findet sich auf Youtube.

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  1. 17. Dezember 2010 um 20:45

    Ernst Zündel mag aus irgendwelchen Gründen Obama – Fan geworden sein. Er wird es aber nicht bleiben und seine Meinung zu den deutschen Verhältnissen hat sich sicher nicht geändert..

  2. 18. Dezember 2010 um 15:26

    7 Jahre Freiheitsberaubung für ein „falsches Geschichtsbild“. Die Täter werden nicht so „milde“ davonkommen.

  3. 22. Juli 2011 um 21:36

    gemessen an den 10 monaten,die der anstreicher unter hotelähnlichen verhältnissen in landsberg verbringen durfte,ist die haftdauer für zündel sicher etwas unverhältnismäßig,auf der anderen seite konnte schon das erzählen eines witzes über den exobdachlosen aus der ostmark für den erzähler kopf ab heissen.daran gemessen ist e.z. gut davon gekommen.da muss man doch nicht gleich mit der todesstrafe drohen und -vor allem-seinen namen nennen.man nennt das bekennermut.

  4. INFO68
    7. August 2011 um 09:38

    Man muß bei leuten wie zündel immer trennen zwischen ihrem eintreten für fakten und wahrheit zu bestimmrten themen und ihrer sonstigen politischern haltung.

    bei zündel fiel mir schon immer die ns-nähe übel auf; aus der ns-szene bekam er auch viele spenden, ohne dier seine finanziell sehr aufwendigen prozesse und publizistischen aktivitäten nicht hätte durchführen können.

    wernn er nun für obama sein sollte, so wohl aus haß auf die zionistensklaven, die es zuhauf in der konservativen rechten überall auf der welt gibt. der bush jun.war ein ganz übler kerl mit seinem irak-krieg; weiterhin hat er die verschuldung hochgetrieben und einschränkungen gegen die finanzgangster aufgehoben.

    aber wie bei uns ist das pendeln zwischen linken und konservativen parteien nur die wahl zwischen 2 übeln.

    bei den nazis und ähnlichen fällt auf, daß sie von einem bestimmten konstrukt der politiksicht ausgehen

    (DER JUDE beherrscht die welt und nur durch seine ausschaltung kann es besser werden; es schmerzt auch noch die niederlage von 1945, welche der jude über die ach so bösen unterstkulturellen usa nazi-deutschland und den nazis beigebracht hat!!)

    und dem alles unterordnen möchten. Das führt dann (in verrat an der europäischen geschichte) oft zu abstoßenden verhaltensweisen wie poussieren mit dem islam, der schon immer schlimrm war und heute für die europ. völker weit bedrohlicher ist als die juden.

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