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Sarrazin-Feind Axel Weber erleidet schwere Schlappe

Bundesbank-Präsident Axel Weber

Wir erinnern uns: Während der Sarrazin-Debatte war er neben Merkel und Türken-Wulff der dritte Mächtige, der auf die berufliche Vernichtung von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hinarbeitete.

Nun hat er sich einen schweren Lapsus erlaubt, und ist damit wohl auf seinem Karrierehöhepunkt angelangt. Hoffnungen, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und damit höchster Währungshüter Europas zu werden, kann er sich seit Mittwoch abschminken, analysiert die Welt.

Späte Gerechtigkeit, könnte man meinen. Schließlich stürzt er nun selbst über eine etwas zu flapsig gemachte Aussage. Was war passiert? Weber hielt am Mittwoch eine Rede in Paris. Die Welt, in ihrer typischen, ihre Leser verhöhnenden Art („Bislang hatte er eigentlich eine gute Figur gemacht“), schildert die Vorgänge so (Hervorhebungen Bunzelrepublik):

Der Präsident der Bundesbank war als Redner in die deutsche Botschaft in Paris geladen. Doch statt sein Publikum mit französischen Bonmots zu bezirzen, wie das der weltläufige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor heimischem Publikum tut, sprach Weber auf Deutsch. Auf Wunsch der Gastgeber zwar. Aber eine Charme-Offensive geht anders.

Dass der Notenbanker mit seinen Äußerungen dann aber eine Lawine lostreten würde, hatte niemand erwartet. Auf die Frage, ob der europäische Schutzschirm ausreiche, sagte Weber: „750 Milliarden müssten meines Erachtens längst reichen, um den Markt zu überzeugen, dass eine Attacke auf den Euro nicht Erfolg versprechend ist“, um dann einen folgenschweren Satz hinterherzuschieben: „Wenn diese Summe aufgebraucht ist, könnten wir sie erhöhen.“

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte niemand öffentlich über eine Erweiterung des Schirms diskutiert, und nun brachte ausgerechnet der Notenbankchef der größten europäischen Volkswirtschaft sie ins Spiel. Falls Weber mit seinen Worten beabsichtigte, die Finanzmärkte zu beruhigen, hat er sein Ziel weit verfehlt: Am Freitag stiegen die Risikoaufschläge für Portugal und Spanien auf neue Rekordstände. „Mit der Diskussion um die Vergrößerung machen wir nur einen Stall von Affen verrückt“, hieß es aus Berliner Regierungskreisen. 

Es zeigt sich hier auch sehr schön, wie fragil das ganze Lügengebäude um die sog. „Rettungsschirme“ wirklich ist. Es handelt sich eben nur um kurzfristige Beruhigungen, die strukturellen Probleme bleiben und werden sich verschärfen – zu Hauptlasten der deutschen Steuerzahler natürlich.

Man kann nur hoffen, dass wenigstens das Charakterschwein Weber uns nun in Zukunft in höheren Funktionen erspart bleiben wird.

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  1. blacksun87
    28. November 2010 um 18:12
  2. Federschlag
    29. November 2010 um 17:41

    Ich bin für einen neuen Artikel, den ich vorschlagen möchte:

    „Wieso finden Nazis eigentlich Sarrazin toll?“

    Der würde sich gut in die bisherigen Artikel einreihenund würde vielleicht auch interesse Ergebnisse präsentieren.

    • Grafenwalder
      29. November 2010 um 18:01

      Ich weiß jetzt nicht genau, was Du willst.
      So einen ähnlichen Artikel gibt es aber schon:
      https://bunzelrepublik.wordpress.com/2010/11/01/die-npd-sarrazin/
      Nazis finden Sarrazin auch gar nicht toll, sondern wollen ihn nur für sich einspannen.

      • blacksun87
        30. November 2010 um 03:06

        Und du?

      • blacksun87
        30. November 2010 um 03:53

        „für sich einspannen.“

        Was denn sonst wenn er keine Partei gründen will ???!!!

  1. 28. November 2010 um 10:43

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