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Republikaner sind voll auf Sarrazin-Kurs

Wenn die fiktive Sarrazin-Partei in Deutschland den Ton angäbe, dann würde sie folgendes beschliessen:

1. Kein weiterer Zuzug von bildungsfernen Unterschichten, die lediglich die Sozialsysteme plündern, sich kriminell betätigen und diesen Staat ablehnen. Darunter fällt auch und vor allem der sog. „Familiennachzug“.

2. „Integration“ ist die Pflicht zur Anpassung an die hier herrschenden Verhältnisse und Gesetze, und diese ist ausschließlich dem Zuwanderer bzw. dessen Nachfahren abzuverlangen. Deutschland hat lediglich dafür zu sorgen, dass dies auch geschieht, und falls nötig Sanktionen zu verhängen sowie falsche Anreize (z.B. Sozialleistungen für Ausländer) abzuschaffen. Kurz: Es muss einen „Integrationsdruck“ geben.

Diese Forderungen formulierte Sarrazin vergangene Woche gegenüber dem Magazin „Stern-TV“ (Aufzeichung, ab 2:18).

Ganz auf dieser Linie sind auch die Republikaner: In einer aktuellen Pressemitteilung gibt Parteichef Schlierer genau diese Ziele aus. Im Gegensatz zu anderen Trittbrettfahrern kann man den Republikanern also glauben, wenn sie sagen: „Ich bin ein Sarraziner!“

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  1. Normalo
    4. November 2010 um 23:28

    Nuja. Was ist eigentlich aus der Idee der Fusion von Pro und Reps geworden?

    • Thoniz
      5. November 2010 um 00:06

      Kommt 😉

  2. Tiwaz
    4. November 2010 um 23:47

    Soso, bei den REPs ist also jeder willkommen „der den Staat nicht ablehnt“ (= kognitiv in der Lage ist, den Ankreuz-Test wunschgemäß auszufüllen), die momentan gültigen Gesetze respektiert und kein Sozialschmarotzer ist.

    Hm, was ist nun wenn besagter Archetypus des „erwünschten Einwanderers“ schlau genug ist, den Staat erst offen abzulehnen und die Gesetze nicht mehr zu respektieren, wenn seine Leute in der Mehrheit sind?

    Und was machen wir eigentlich mit den mehreren Millionen Eingewanderten, die bereits hier sind und sich allein dank ihrer höheren Fruchtbarkeit in jeder Generation anteilsmäßig verdoppeln bis verdreifachen?

    • Thoniz
      5. November 2010 um 00:10

      Ausschaffungsinitiativen wie in der Schweiz mit der SVP, schließlich ist REPRO sehr gut mit der SVP befreundet 😉

      • Tiwaz
        5. November 2010 um 02:35

        Also abschieben, ja?

        Komisch, da ist der gute Thilo aber gar kein Freund von.

    • Thoniz
      5. November 2010 um 08:32

      Woher wissen sie das?
      Im Gegensatz zu der NPD bin ich nämlich der Meinung, er sorgt sich sowohl um den qualitativen Niedergang Deutschlands wie auch um den quantitativen(was z.B. auch die demographische Entwicklung angeht) Untergang. Das steht übrigens auch in seinem Buch, dass er als ehemaliger Finanzsenator und jemand der weiß, dass nur solche Argumente gegen die Altparteien richtig ziehen, seinen Schwerpunkt auf den qualitativen Untergang Deutschlands richtet ist klar. Keiner der Etablierten fängt an zu weinen, wenn er hört das deutsche Volk zersetzt sich, da zucken die nur mit den Schultern. Richtig ist allerdings, dass er nicht für ein völlig ausländerfreies Deutschland kämpft, aber die SVP sicher auch nicht und sie schiebt trotzdem ab.

      • Tiwaz
        6. November 2010 um 17:37

        @Thoniz

        Ich erinnere mich, dass er das in seinen Thesen zu seinem Buch genau so formulierte: Abschiebung seien keine Option.

        Hat er auch recht, wenn er vom grundgesetzlich fixierten juristischen Rahmen redet. Schon bei Nicht-Staatsbürgern mit Aufenthaltsgenehmigung ist es äußert schwierig, bei Staatsbürgern und deren Angehörigen schlicht unmöglich.

        Btw: Siezen wir uns jetzt?

  3. niekisch
    5. November 2010 um 11:44

    „Keiner der Etablierten fängt an zu weinen, wenn er hört das deutsche Volk zersetzt sich, da zucken die nur mit den Schultern.“

    Genau das ist aber der entscheidende Punkt, Thoniz. Wollen wir denn wirklich ein Deutschland, das aus 189 verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzt ist und in dem die Deutschen nur noch einen Anteil von 0,007 % haben? Wie soll dieser Flecken Erde dann heißen? Gutbuntmenschistan?

  4. REP KV PS-ZW
    9. November 2010 um 00:35

    Sarrazin hat den rechten konservatieven Parteien einen großen Gefallen getan. man kann durchaus sagen daß man mit seinen Thesen übereinstimmt. Das muß aber nicht bedeuten daß man auch mit seinen Lösungsvorschlägen übereinstimmt. Wir Republikaner haben ein Parteiprogramm. Da steht schwarz auf weiß was wir wollen und wie wir das wollen. Und dazu gehört auch die Abschiebung krimineller Ausländer. Dazu gehört auch daß nur deutsche Familein in den Genuß von Unterstützung kommen sollen.
    Natürlich steht das nicht im Einklang mit den europäischen Vorgaben. Deshalb müssen wir uns zuerst von dem Joch Europa in seiner jetzigen Form befreien. Ein völlig Ausländerfreies Deutschland wäre erstens nicht realistisch und zweitens kontraproduktiev.

    • 9. November 2010 um 21:01

      Kontraproduktiv weniger, unrealistisch eher!

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