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Die NPD & Sarrazin

Es ist eigentlich von geringem Interesse, wie die abgehalfterte, VS-gesteuerte NPD zu Thilo Sarrazin steht. Dass beide so gut wie nichts verbindet, belegen schon die Zahlen: Eine Mehrheit der Deutschen stimmt Sarrazin zu, viele würden ihn auch gerne wählen, die NPD dagegen wird vom Volk abgelehnt und siecht seit Jahrzehnten bei konstant 2% Zustimmung in der Wählergunst dahin.

Sarrazin selbst hält von „den Braunen“, wie er sie gerne nennt, absolut gar nichts, ja sogar „saubere“ Rechtsparteien, welche die Zuwanderungsproblematik thematisieren, lehnt er ab, und glaubt dagegen irrtümlicherweise immer noch, die „Volksparteien“ könnten in seinem Sinne die Probleme angehen.

Von der NPD jedoch kamen in der letzten Zeit unterschiedliche Meinungsäußerungen in Sachen Sarrazin. Besonders Holger Apfels Sachsen-NPD sorgte kurzzeitig für Verwirrung unter Insidern: Mit einer Plakataktion im sächsischen Landtag bezog man Stellung: „Sarrazin hat Recht“ hieß es da von Seiten der Nationaldemokraten. Wer sich näher mit der Thematik beschäftigt, musste zu dem Schluss kommen, dass dies doch eine recht gewagte Aussage aus dem Lager der nationalen Sozialisten ist. Schließlich setzt Sarrazin ganz andere Akzente in der Zuwanderungsproblematik und widerspricht auch in vielem der NPD. Einzig, dass die Zuwanderung in irgendeinem Maße reguliert werden müsse, ist eine Gemeinsamkeit zwischen dem SPDler und der NPD. Aber das ist doch der kleinste gemeinsame Nenner, schließlich will dies außer den verblendetsten Zeitgenossen und linken Vaterlandsverrätern doch so gut wie jeder in Deutschland.

Es ist anzunehmen, dass die Sachsen-NPD nur kurzzeitig auf der Medien-Welle, oder besser dem einzigartigen Tsunami, mitschwimmen und etwas Publicity erhaschen wollte. Ansonsten war klar, dass diese Solidarisierung auf Dauer keinen Bestand haben würde.

Udo „Judenrepublik“ Pastörs (NPD Mecklenburg-Vorpommern) räumte jüngst dann auch mit der Verwirrung auf:

Er stellt klar, dass die NPD und Sarrazin absolut inkompatibel sind. Und verurteilt dabei auch scharf die Plakataktion der Sachsen.

So kritisiert er Sarrazins Buch dahingehend, dass dieser vor allem ökonomisch argumentiere, und den Wohlstand Deutschlands als notwendige Voraussetzung für alles andere sieht. Pastörs jedoch, typisch Sozialist und von Wirtschaft keine Ahnung, begreift Sarrazins Überlegungen überhaupt nicht, und lehnt eine solche Denkweise fundamental ab. Er sieht alles Wirtschaftliche nur als Mittel zum Zweck, für ihn muss es eine ethnisch homogene Volksgemeinschaft geben, die möglichst viele Kinder bekommt, und dabei noch seine Neonazi-Ideologie teilt. Alles andere spielt keine Rolle. Damit hat er mal wieder klar gemacht, wofür die NPD eigentlich steht: De facto Wiederherstellung der DDR, eher ein bischen brauner angehaucht anstatt rot, aber Hauptsache Sozialismus (Ideologie über alles, wenn’s sein muss auch „Armut für alle“). Schauen wir uns die DDR an, sind wir doch schon sehr nahe an dem, was die NPD als ihr Ziel vor Augen hat: Ein ethnisch homogener, repressiver Obrigkeitsstaat, mit Ein-Parteien-Diktatur, gleichgeschaltet, Isolationismus und weitgehende außenpolitische Abschottung, Sozialismus, Militarismus, inklusive militärischer und paramilitärischer Durchdringung aller Lebensbereiche, ideologische Indoktrination. Und als Konsequenz all dessen eben eine relative Armut.

Fazit: Pastörs hat Recht: Soll die NPD lieber bei frustrierten Ossis fischen, die die DDR voll gut fanden, mit Sarrazin und seinen Positionen hat sie in der Tat nichts zu tun.

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Kategorien:Deutschland, NPD
  1. niekisch
    1. November 2010 um 17:47

    „(Ideologie über alles, wenn’s sein muss auch “Armut für alle”).“

    Wenn die NPD die Armut für Alle herbeiführen will, dann muß sie sich aber beeilen. Sonst schafft die Merkel es schneller:-)

  2. Normalo
    1. November 2010 um 19:13

    „Ein ethnisch homogener, repressiver Obrigkeitsstaat, mit Ein-Parteien-Diktatur, gleichgeschaltet, Isolationismus und weitgehende außenpolitische Abschottung, Sozialismus, Militarismus, inklusive militärischer und paramilitärischer Durchdringung aller Lebensbereiche, ideologische Indoktrination.“

    Nö. Sowas hat er im Video nicht gesagt. Pastörs sagte, es ginge der NPD um den Erhalt des deutschen Volkes und die Wirtschaft sei da Mittel zum Zweck. Er zitierte Sarrazin, dem die Ausdünnung der Ur-Bevölkerung keine Kopfschmerzen mache, sondern sich eher um den Produktionsstandort BRD sorge.

  3. blacksun87
    1. November 2010 um 19:19

    So ein Schwachsinn hier schon wieder, bäh!

  4. Reichsbürger
    1. November 2010 um 19:48

    Die Menschen die für Sarrazin und gegen die NPD sind haben das Problem noch nicht erkannt.Viele stimmen Sarrazin zu aber wählen dann die Parteien die für die von Sarrazin angesprochenen Probleme verantwortlich sind.Die NPD wird halt immer wieder gerne zerredet ,leider auch von vielen „Rechten“.Die Argumente sind immer die gleichen.Die NPD sei VS unterwandert,sind alles Hitleristen und NS-Romantiker.
    Deutschland´s Zeit läuft ab doch die meisten Bürger sind dumm,blind oder beides zusammen.Die ISlamisierung unseres Landes geht mit grossen Schritten voran doch der Michel geht lieber gegen Nazis auf die Strasse.Eigentlich hat das deutsche Volk nichts anderes verdient als unterdrückt und versklavt zu werden ,denn dummheit wird immer bestraft.

  5. blacksun87
    1. November 2010 um 19:50

    Du hast was vergessen 😀

    http://www.kompakt-nachrichten.de/?p=2305

  6. Reichsbürger
    1. November 2010 um 20:00

    Es gibt viele die für Sarrazin sind aber die NPD ablehnen.Die Leute jammern alle doch das die NPD die Lösung der meisten in Sarrazins Buch beschriebenen Probleme liefern könnte das wollen sie nicht einsehen.Lieber wird die NPD zerredet.
    Die Islamisierung schreitet voran und die NPD als Retter wird an die Wand gestellt.
    Alle Blödmänner die die NPD bekämpfen anstatt sie zu unterstützen haben es auch nicht anders verdient als irgendwann von den Muslimen unterjocht zu werden.Dummheit wird halt bestraft.

    • Thoniz
      1. November 2010 um 22:03

      @Reichsbürger
      Wählt die NPD und rettet Deutschland…wenn es nur so einfach wäre. Fakt ist doch, wer Deutschland retten will muss Deutschland nicht zwangsläufig in eine 2. DDR oder ein NS-Ordenstaat verwandeln wollen. Für viele ist die Position der NPD was das angeht klar und deswegen ist es verständlich das viele weder Bock auf Pest noch auf Cholera haben. So weit zum ideologischen Standpunkt, weiter haben viele auch den Eindruck die NPD schadet allein durch die Art ihrer Existenz der nationalen Sache. Und wenn jemand so denkt, dann ist die NPD halt keine Rettung und deswegen auch verständlicherweise abzulehnen.
      Sehe nicht das dies etwas mit Dummheit zu tun haben soll. Ich denke eher wer das nicht erkennt und immer noch fordert alle sollten die NPD unterstützen, obwohl es hinlänglich bekannt ist, dass es soweit wohl nie kommen wird(aus oben genannten Gründen), dann sollte man sich doch mal Gedanken machen. Besonders was Alternativen angeht, die Zeit rennt uns schließlich davon.

  7. Reichsbürger
    2. November 2010 um 08:27

    Das Problem ist das viele Menschen immer noch glauben die NPD würde Deutschland schaden und die Gründe die du oben auflistest sind doch keine Gründe sondern nichts anderes als Panikmache.Die NPD würde einen neuen NS-Staat gründen wird hier immer nur als abschreckung benutzt.Das Parteiprogramm der NPD ist absolut vertretbar und spricht all die Misstände die von uns diskutiert offen und sehr direkt an.Und was die Alternativen angeht sieht es doch so aus das es sie nicht gibt und es wird wertvolle Zeit damit verplempert zu hoffen es würde sie irgendwann geben.Wenn es die Pro´s auch irgendwann schaffen in ein paar Landtagen einzuziehen wird man mit ihnen genauso verfahren wie mit der NPD.Fakt ist das der schnellste Weg gefunden werden muss um den Untergang Deutschlands zu stoppen denn eigentlich ist es fast schon zu spät.Die Islamisierung geht scheinbar unaufhaltbar voran und die Deutschen und leider auch viele Rechte erkennen nicht das wir fast schon im Arsch sind und ihnen fällt nichts anderes ein als darüber zu schwatzen wer uns helfen köönte anstatt die NPD zu wählen ,dies aber nicht tun weil ihnen die Standpunkte der NPD nicht gefallen ohne sich mit ihnen überhaupt befassen zu wollen.Wer mehr Angst vor der NPD hat als vor der Islamisierung,ja dem ist halt nicht mehr zu helfen.In meinen Augen wählen die Deutschen nicht die NPD weil sie feige und schwach sind und deshalb auch untergehen werden.

    • Thoniz
      2. November 2010 um 13:32

      Da ist der Punkt. Du sagst das die NPD einen NS-Staat gründen wolle sei Panikmache. Nun du magst recht haben, es handelt sich sicher hierbei um eine Übertreibung(die hätten auch gar nicht das Format dazu). Fakt ist aber die NPD hat Leute an ihrer Spitze die genau dem NS zuzurechnen sind. Nimm Pastörs der von einer Judenrepublik redet, schau dir an wie Apfel in Sachsen gegen Israel hetzt(ja hier ist hetzt angebracht, argumentieren gegen Israel meinet wegen, aber wie dem dabei antisemtisch einer abgeht kann man in den Videos sehen, der hat ja schon Schaum vor dem Mund) oder der radikale nationale Sozialist Wulff der im Bundesvorstand der NPD ist und so weiter und so fort. Da fragt man sich doch ob die NPD uns verarschen möchte, klar ist das Programm nicht schlecht, aber die Leute die ich in der Partei sehe entsprechen nicht meinem nationalkonservativem Weltbild, sondern einem sozialistischen Feindbild von mir.
      Fern ab der NS-Nähe der NPD lässt sich auch eine Tendenz ausmachen, dass die NPD immer weiter nach links rückt. Querfront-Ideen sind „in“, auch wenn man sich nicht öffentlich dazu bekennt. Autonome und Freie wissen schon wohin der weg gehen wird und die NPD hat sich von diesen abhängig gemacht. Worch hatte das ja schonmal auf den Punkt gebracht, die NPD wäre noch weiter eingebrochen hätte man sich diesen Kräften entzogen, genau das wäre aber richtig gewesen um eine normal nationalistische NPD hätte weiterführen zu können(langfristig gesehen).
      Und das die NPD wirklich jeden Asozialen aufnimmt ist der nächste Punkt, die Leute machen sich doch darüber lustig was für Verbrecher man an die Spitzen manchmal setzt. Und nein das sind nicht immer nur Gesinnungsverbrechen.
      Das diese Sachen viele als Hinweise auf VS-Nähe dienen ist klar oder? Zu denken geben sollte uns das schon.
      Was Pro angeht, mit denen würden die Medien das selbe Spiel probieren, der Unterschied ist aber das Pro eben nicht so ist. Das merkt der Bürger auch, bei Pro finde ich alles von nationalliberal bis nationalkonservativ, aber sicher keine (nationale)Sozialisten. Die NPD kann sich halt nicht glaubhaft so positionieren, klar, sie würde auch ihre Anhänger verlieren.

      Meiner Meinung nach haben wir Rechten gar kein Gefühl mehr dafür was wir sind und wie die Dingen laufen müssten.
      Aber dennoch bin ich ganz klar dafür, im Notfall besser eine Stimme an die NPD als eine Stimme an die Altparteien.

      • Tiwaz
        2. November 2010 um 20:09

        @Thoniz

        Wenn „Hetze gegen Israel“ nationalsozialistisch wäre, dann wäre wohl die Hälfte bis Zweidrittel der Bundesbürger NSler oder wenigstens Sympathisanten.

        Schätze, dann sähe unser Land etwas anders aus.

        Querfront-Ideen sind schon lange nicht mehr „in“. Weder in der NPD noch bei den Freien Kräften. Das war mal ein kurzer Hype Anfang des Jahrtausends, was wohl auf eine gewisse Aufbruchsstimmung im nationalen Lager zurückzuführen war. Inzwischen ist das eine Randposition. Wozu sollte man sowas auch vertreten, wenn sich der Lebenszweck der meisten Linken im Antinationalismus/Antirassismus erschöpft?

        Was die Kriminalität anbelangt: Ist nicht euer guter Bonner Ratsherr Nico Wedding wegen KV vorbestraft? Siehe da, Google hilft, der war sogar bei Kemna dabei. Na dann Prost!

        Und was den VS anbelangt: Ich hab’s dir schon mal gesagt, ich wette, Du würdest Augen machen, wenn Du wüsstest, was bei deiner Truppe so alles rumläuft.

        Glaubst Du, da käme bei einer Partei, die sich maßgeblich aus ehemaligen Kadern von NRW-NPD und -REPs rekrutiert, nichts zusammen? Beide galten als die mit Abstand VS-verseuchtesten Gruppen überhaupt. Glaubst Du ernsthaft, das wäre bei euch anders?

      • Thoniz
        3. November 2010 um 21:38

        Naja ich habe ja auch den Unterschied zwischen Hetzen und Argumentieren gegen Israel heraus gestrichen. Wobei ich ihnen recht geben will, Apfel gehört noch zu den besten in der NPD.

        Mit Querfront-Ideen meine ich nicht nur die Zusammenarbeit mit den Linken, sondern das Teile der Ideologie übernommen werden. Sowas wie Röhm statt Hitler, die Entstehung rechter Autonomer, man ist ganz gutmenschlich gegen den bösen Krieg, den bösen Faschismus und den bösen Imperialismus und man liebäugelt viel mehr mit sozialistischen Wirtschaftsideen wie früher. Gut, vielleicht ist das wirklich nicht über all so, ich persönlich finde nur das solche Dinge mehr geworden sind.

        Zum Thema Kriminalität, da stören mich eher Gewaltverbrechen.

        Zum Thema VS, richtig, das hatten wir schonmal und ich antworte immer das selbe. Es interessiert nicht wie viele VS Leute in einer Partei sind, hauptsache sie ist handlungsfähig und kann das Schiff in die richtige Richtung lenken. Für die Kritiker der NPD ist diese halt entweder vom VS unterwandert, wirklich so radikal oder dumm, dass sie auf die wichtigen Punkte nicht eingeht, die die Kritiker einbringen. Was der Grund nun wirklich ist dürfen sie sich aussuchen.

  8. Greg
    2. November 2010 um 10:33

    Sarrazin und NPD sind sich wohl ähnlich. Beides sind Sozialisten und damit völlig neben der Realität.

    • blacksun87
      3. November 2010 um 01:36

      jaja Sarrarzin der nur an den Wirtschaftsstandort Deutschland denkt ist Sozialist….

  9. Reichsbürger
    2. November 2010 um 16:31

    Zu Thoniz #9
    Dein Gesagtes kann ich nachvollziehen.Ich meine was wir Rechten uns momentan leisten ist ein Luxusproblem.Wir müssen die Islamisierung stoppen und dazu sollte jedes Mittel recht sein.Mal überspitzt ausgedrückt würde ich lieber einem NS-Staat dienen als einem Islamischen.Uns läuft die Zeit weg denn sollte es zu einem EU-Beitritt der Türkei kommen ist hier die Messe gelesen und wir werden das Pack nicht mehr los.Nach ein paar Jahren sind die Türken dann in der Überzahl und dann ist auch demokratisch gesehen der Schaden nicht mehr zu beheben.

  10. Reichsbürger
    2. November 2010 um 16:32

    Zu Greg #10
    Super Kommentar.So rettest du Deutschland.

  11. Tiwaz
    2. November 2010 um 19:45

    Ach Waldi, was soll denn der Quatsch schon wieder? Brauchst Du tatsächlich eine Seite Text, um herauszuarbeiten, was eh auf der Hand liegt?

    1. Selbstverständlich hat die NPD hat den Sarrazin-Hype für sich genutzt, ohne dass es da größere inhaltliche Überschneidungen gäbe. Sarrazin hat auf eine demographische Problematik aufmerksam gemacht, die auch wir sehen und seit Jahr und Tag predigen. Die Intention ist dabei jeweils eine vollkommen andere. Und nun?

    2. Selbstverständlich ist die Wirtschaft ein Mittel zum Zweck. Arbeit dient dem Lebensunterhalt/-erhalt, im Großen wie im Kleinen. Niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, sieht das anders. Ich kenne jedenfalls niemanden, der lebt um zu arbeiten, statt umgekehrt.

    3. Selbstverständlich sind deine Ausführungen zum inhaltlichen Profil der NPD ebenso unsinnig wie haltlos. Richtig ist allein, dass die NPD für eine ethnisch homogene Volksgemeinschaft eintritt und außenpolitisch isolationistisch ist. Alles andere ist ausgedachtes Zeug und spiegelt nicht den Konsens innerhalb der Partei wider.

    4. Wenn die „abgehalfterten und VS-gesteuerten“ (blablabla) Nationaldemokraten so uninteressant sind, warum beschäftigt sich jeder 3. deiner Blog-Beiträge mit ihnen?

    • Grafenwalder
      2. November 2010 um 20:44

      Ach Tivi, ich mache lediglich darauf aufmerksam, dass wer Sarrazin gut findet, nicht die NPD wählen soll/braucht/darf. Wenn dann aber die NPD mit Sarrazin-Plakaten rumläuft, dann ist das ein Widerspruch, den ich gerne entlarven und klar machen möchte. Für dich mag das eh‘ auf der Hand liegen, du bist als NPDler Tarnen & Täuschen wahrscheinlich gewohnt, für viele andere ist das jedoch nicht klar.

      Nur knapp über 10 Prozent meiner Beiträge beschäftigen sich übrigens mit der NPD, mir scheint du verfügst hier über eine selektive Wahrnehmung (kein Wunder bei NPDlern, die sich auch i.d.R. kein objektives Bild von sich und ihrem Haufen und dem Bild, das sie beim Rest der Gesellschaft abgeben, machen können).

      Wäre ich darauf aus, der NPD haltlose Ziele anzuhängen, würde ich behaupten, sie wolle das 3. Reich wieder aufleben lassen, alle Ausländer und Juden vergasen, die Ostgebiete von Polen zurückerobern, mit den Mullahs zusammen Israel von der Landkarte tilgen, das Weltjudentum vernichten und blonde Arier züchten. (Das ist ungefähr das typische Bild, das der Normalbürger von der NPD hat, und wovon übrigens auch viele von euch tatsächlich gerne träumen).

      • Tiwaz
        2. November 2010 um 21:44

        Das würde voraussetzen, dass die meisten Menschen Sarrazins (vorgebliche) Intentionen teilen und um den „Standort Deutschland“ bangen. Das wage ich stark zu bezweifeln und behaupte im Gegenteil, dass sie sich primär vor der Überfremdung/dem drohenden Volkstod fürchten. Und das ist ein verdammt gutes Argument, NPD zu wählen. (Meinetwegen auch jede andere Partei, die den Multikulturalismus ablehnt. Das ist hier nicht der Punkt.)

        Mir scheint eher, als hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, nachzuzählen. Wieviele Beiträge es auch waren, Du musst dich argumentativ schon entscheiden: Entweder eine Sache ist uninteressant oder man beschäftigt sich damit. Beides zusammen ist unlogisch, es sei denn man wird dafür bezahlt. 😉 (Genau genommen besteht selbst dann ein Interesse, nur ist dieses dann eben monetär begründet. Hehe, ich weiß, in Sachen Erbsenzählerei/Klugscheißerei mach ich langsam dem Worch Konkurrenz. ;-))

        Die Behauptung, die NPD würde einen Zitat: „repressiven Obrigkeitsstaat, mit Ein-Parteien-Diktatur, gleichgeschaltet […] inklusive militärischer und paramilitärischer Durchdringung aller Lebensbereiche, ideologische Indoktrination“ errichten wollen, ist falsch und haltlos. Dass Du es mit den Falschaussagen noch bunter treiben könntest, macht die weniger bunten nicht richtig.

        Träumereien von solchen Dingen gibt es tatsächlich, nur spiegeln sie eben nicht den innerparteilichen Konsens wider.

  12. Grafenwalder
    3. November 2010 um 01:03

    Tiwaz, wie ich schon mal sagte, ich kritisiere die NPD, wie ich gerade lustig bin. Wenn die NPD meint, auf der einen Seite aus Sarrazin Kapital schlagen zu wollen, ihn in Wirklichkeit aber zu 90% ablehnt, dann thematisiere ich das auch.

    Meine Ausführungen über einen fiktiven (denn es wird ihn real nie geben) NPD-Staat stützen sich auf Annahmen, die so natürlich nie konkret von dieser Partei geäußert werden. Denn man will natürlich niemanden unnötig verschrecken, und außerdem würde man mit zu viel Offenheit diesen Staat noch mehr auf den Plan rufen, und würde strafrechtlich belangt werden. So bleibt es bei Andeutungen, wenn man jedoch zwischen den Zeilen liest, konkretisiert sich das Bild. Keine meiner Ausführungen ist aus der Luft gegriffen.
    Beispiel? Bitte: http://www.youtube.com/watch?v=HaeTc5ct8yw
    Auszüge: „Im Jahr 2017 darf es diesen Parteienstaat nicht mehr geben.“
    „diesen Staat grundsätzlich umgestalten in eine Volksdemokratie“

    • Tiwaz
      3. November 2010 um 04:34

      Das kannst Du ja auch sehr gern tun. Und ich gebe dann halt meinen Senf zu deiner Kritik. 🙂

      Und in diesem Fall lautet meine kritische Anmerkung, dass deine Polemik einseitig ist (und so ist sie ja vermutlich auch gedacht). Jede Rechtspartei, deren Deutschlandbild über das eines Standortes hinausgeht, würde Sarrazins Schaffen in ideologischer Hinsicht zu Unrecht vereinnahmen. Denn seine Kritik ist vollkommen anational. Es geht ihm allein um das Funktionieren des Staates, das ein produktives Staatsvolk voraussetzt. Ethnische wie kulturelle Überlegungen sind ihm, soweit ich das überblicken kann, weitgehend fremd. Eben ein typisches Kind der Sozialdemokratie, allerdings ohne mit deren Blödheit und Opportunismus gestraft zu sein.

      Dass man die ideologische Haltung dieses Sozialdemokraten nicht teilt, bedeutet jedoch nicht, dass man deswegen seine Prognosen und Szenarien nicht nutzen könnte oder sollte. Pastörs referiert darüber ja ebenfalls recht ausgiebig.
      _____________________

      Wir können uns nun gern in Interpretationen üben und darüber philosophieren, ob der Rousseau’sche Volksstaat nun ein totalitäres Modell ist. Können wir uns aber auch sparen, denn es ist bekannt, dass Pastörs dem NS-Millieu entstammt (Wikingjugend wenn ich recht informiert bin) und ziemlich offensichtlich, dass er sich schon sehr zügeln muss, um nicht als Bürgerschreck zu wirken. (Schade um ihn, denn er ist ein heller Kopf und talentierter Redner.)

      Aber der NS-(nahe)-Flügel, zu dem Pastörs fraglos gehört, ist eben nur genau das – ein Flügel. Also nur ein Teil der Partei, jedoch ein integraler. Genauso wie auf der anderen Seite der nationaldemokratische Flügel einen ebenso integralen Bestandteil bildet, von dem Du solche Misstöne nicht vernehmen wirst. (Der gute Thoniz muss deswegen eben schon recht bemüht argumentieren, wenn er den Antizionismus Apfels als NS-Nähe verkaufen will.)

      Sie sind in etwa gleich stark, keiner kann den anderen dominieren und niemand wäre so blöd, die andere Seite raussäubern oder rausekeln zu wollen. Das verstehen kurioserweise weder die Betreiber von GR/DE noch die von AM, die sich jeweils als Flügelkämpfer positionieren und die ganze Zeit auf die Schießerei an Highnoon warten.

      Und genau deswegen gibt ein Kanon von gemeinsamen Zielen und Forderungen, einen Konsens den beide Seiten guten Gewissens unterschreiben können. Und der beinhaltet eben die von dir erwähnten Dinge explizit nicht. Ganz ohne Erwägungen der Repression, denn noch spitzer, als er ohnehin schon ist, kann der Staat nicht auf uns werden. Und irgendwelche totalitären Forderungen sind vieles, aber ganz sicher nicht strafrechtlich relevant.

      Soviel dazu – ich wünsche ein gute Nacht!

      • Grafenwalder
        3. November 2010 um 15:40

        Es nützt überhaupt nichts, dass der „NS-Flügel“ nur einen Teil der Partei ausmacht. Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Die Partei wird immer nach diesem radikalsten Flügel beurteilt werden. Oder um es mit einem schönen Bild zu sagen: Wenn auch nur einer ins Schwimmbad scheißt, verlassen alle sofort das Wasser, selbst wenn nur ein Teil des Bades kontaminiert ist.

      • Tiwaz
        3. November 2010 um 17:16

        Wir diskutierten über die objektive Verfasstheit der Partei. Ausgehend von deinen falschen Aussagen über ihr Programm.

        Wie sie wiederum von außen dargestellt wird, ist eine andere Frage.

        Diese Frage führt nur wieder zur ewigen Debatte, ob der Richtungswechsel von ’96 (Integration der offen radikalen Kräfte) mehr Vorteile als Nachteile gebracht hat.

        Meine Antwort darauf ist ziemlich klar: Hätte die Partei diesen Schritt nicht vollzogen, wäre sie heute eine genauso lahmarschige und unbedeutende Truppe, wie alle anderen die am rechten Rand rumgurken.

        REPs, DSU, Pro, DP, Zentrum und was weiß ich noch alles. Fast nur frustrierte alte Leute und Sektenheinis, die nichts besseres zu tun haben.

        Warum das so ist, kann ich dir nicht genau sagen. Fakt ist nur, dass der Konservativismus in der BRD vom starken Bullen zum kastrierten Ochsen degeneriert ist. Und das Resultat siehst Du im Ortsverein der Jungen Union.

      • Thoniz
        3. November 2010 um 21:45

        Sehe ich entschieden anders.

        Dadurch und durch die Etablierung einer starken rechten Szene ist der konservativen Jugend einfach nur das Wasser abgegraben worden(woran die Konservativen nicht ganz unschuldig sind). Und der normale Patriot lässt sich entweder von den Radikalen abschrecken oder wird selbst zu einem, weil es kein Gleichgewicht gibt. Dadurch resultiert zum einen die Jugendschwäche der Konservativen zum anderen aber auch der Hemmschuh der NPD. Durch die Öffnung haben wir nämlich nicht nur den Ruf der NPD ruiniert, sondern auch den aller Rechter.

  13. 3. November 2010 um 18:02

    „Wenn auch nur einer ins Schwimmbad scheißt, verlassen alle sofort das Wasser, selbst wenn nur ein Teil des Bades kontaminiert ist“

    Lassen wir kein Wasser einlaufen,dann geht keiner schwimmen:-)

    • Thoniz
      3. November 2010 um 22:01

      Lösung, wir sorgen dafür, dass niemand mehr ins Becken scheißt. Wer’s tut, fliegt raus, ganz einfach 🙂

  14. 3. November 2010 um 21:47

    Ich werde mir diesen Artikel hier erst gar nicht durchlesen, weil ich schon im voraus weiß, was drin steht.
    Komisch nicht, daß es immer wieder Leute geben muß, die vorgeben, von bestimmten Ereignissen über ein besonderes Hintergrundwissen zu verfügen und schlußendlich nicht annähernd den Durchblick haben. Das „Geheimnis“ daran liegt einfach darin begründet, daß es Autoren mit viel Mühe zur Objektivität gibt, es gibt welche mit weniger Mühe und es gibt solche wie Grafenwalder, für die das Wort Ojektivität gar nicht zu existieren scheint.
    Da kann man, eine noch so gute Schreibe an den Tag legen, spätestens nach dem 3ten Artikel zum gleichen Thema wirds langweilig, weil alles so schön Stupide(VS-NPD) und Vorhersehbar(NS-Nazis) ist.

    Deshalb laß ich jetzt besser das Lesen sein und schau lieber bei den Andern rein 🙂

  15. Reichsbürger
    4. November 2010 um 08:49

    Allen NPD-Kritikern sei gesagt das die NPD die einzigste Partei ist die ihren Kurs gegen alle Wiederstände beibehält.Die Aufgabe einer Partei ist es nicht jedem zu gefallen sondern die Probleme welche unser Land zerfressen offen anzusprechen.Überbringer von schlechten Nachrichten waren noch nie sehr beliebt.
    Deutschland steht am Abgrund und unsere Zeit ist schon abgelaufen und die Rechten wissen nicht wo sie stehen.Rechts oder nur halbrechts oder schön brav in der Mitte.Ja was denn nun?Als wahrer Rechter hat man ganz Rechts zu stehen.Alles andere ist Korintenkackerei.Ein wahrer Rechter lässt sich von den Anti-NPD-Hetzkampangnen nicht vom Weg abbringen.Nationaler Sozialismus würde unserem Land besser stehen als dieses demokratische Durcheinander wo jeder nur damit beschäftigt ist seinem Gegenüber zu blocken wo es nur geht.Der Npd wirft man Handlungsunfähigkeit vor doch habe ich den Eindruck das die Npd ,im Gegensatz zu allen anderen Parteien genau weiß was sie will.

    • Grafenwalder
      4. November 2010 um 16:42

      Huch, jetzt hast du dich aber verplappert, Brownie. Ihr wollt also doch Nationalsozialismus, anstatt „demokratisches Durcheinander“. Dann braucht ihr aber nicht die Empörten spielen, wenn man euch das vorwirft.

      • Tiwaz
        4. November 2010 um 17:50

        „Ihr“?

        Ist Reichsbürger von Adel?

  16. mm...
    4. November 2010 um 23:25

    Auch als eindeutig Nicht-Rechter hätte ich kein Problem mit einer streng konservativ ausgerichteten Partei, schließlich gibt es auch „die Linke“ auf der anderen Seite des politischen Spektrums. (Was nicht heißt, dass ich sie wählen würde!) Nur sollte eine solche eine Partei auf Antidemokratie, Rassismus, Antisemitismus und andere NS-lastige Spinnereien tunlichst verzichten, dieser Schwachsinn hat ausgedient. Somit ist die NPD durchgefallen!

  1. 1. November 2010 um 16:59

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