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So dumm, verkommen und verlogen ist unsere Presse!

Wer seine Nachrichten dieser Tage noch primär aus dem Fernsehen oder den großen linken Zeitungen bezieht, ist wirklich zu bedauern. Vor allem von den Zuständen in anderen Ländern kann er sich kein klares Bild mehr machen, sondern bekommt alles durch den moralisierenden BRD-Propagandafilter präsentiert. Das wurde zuletzt auch bei der Präsidentschaftswahl in den USA überdeutlich.

Ein weiteres Beispiel für diese verzerrende Berichterstattung haben wir auch heute wieder vorliegen. Es geht um die große Demonstration, die gestern in Washington stattfand.

Etwa eine halbe Million konservative Amerikaner haben dort eine Kundgebung unter dem Motto „Restoring Honor“ („Wiederherstellen der Ehre Amerikas“) abgehalten. Prominente Redner waren u.a. der TV-Moderator Glenn Beck sowie die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin. Beck ist auch ein bekanntes Sprachrohr der sog. Tea Party-Bewegung, einer basisdemokratischen konservativen Bewegung, welche immer mehr Anhänger findet. Enttäuscht von der Schuldenmacherei beider großer Parteien und vor allem der katastrophalen Politik Obamas (Sozialisierung des Gesundheitssystems, Bailouts, etc.) machen diese Menschen ihrem Ärger immer öfter bei großen Demonstrationen Luft.

Nun schauen wir uns das Medien-Echo in Deutschland an: Die schon völlig gleichgeschaltete Presse hierzulande bezeichnet die Patrioten fast durchgehend als „Ultra“-Konservative, „Ultra“-Rechte oder gar „Sektierer“. So zum Beispiel auch RTL in ihren Hauptnachrichten. Im gleichen Bericht werden dann auch die Ziele der „Ultras“ genannt: Gegen Werteverfall und für christliche Werte, gegen das politische Establishment. Gegen mehr Schulden und höhere Steuern, also für weniger Staat, und für die Unterstützung der eigenen Soldaten.

Spätestens hier frage ich mich dann oft: Merkt das der normale Bunzelbürger bei seinem Feierabendbier überhaupt noch, oder fällt es ihm gar nicht mehr auf? Es werden ihm einige Ziele präsentiert („Gegen Werteverfall“, „gegen die etablierte Politik“) und im gleichen Atemzug werden diese als „ultra-rechts“ bezeichnet. Klingelt es da eigentlich bei keinem? Sind das also alles Positionen, die man heutzutage gemeinhin unter „ultra-rechts“ subsumiert? Früher war das alles „normal“. Für BRD-Verhältnisse ist es das natürlich nicht mehr, sondern „ultra-radikal“. Man muss schon fast linksextrem sein, um als normal zu gelten und von der BRD-Dschornallie wohlwollend gelobt zu werden.

Auch wird kritisiert, dass die Kundgebung am Lincoln Memorial stattfand, dort wo vor genau 47 Jahren der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King seine „I have a dream„-Rede gehalten hat. Vor allem linke Kreise und Vertreter der radikalen Schwarzen-Lobby in den USA stören sich daran. Die deutsche Journaille greift dies natürlich auch wohlfeil auf. Dabei  hat bei der Demo sogar Kings Nichte, Dr. Alveda King, gesprochen! Ausserdem war King soweit mir bekannt ist doch Pastor, also ein gläubiger Christ, nach heutigen Maßstäben wäre also auch er ein „ultra-christlicher Fanatiker“! Und er stand ein für Bürgerrechte, so wie die junge Tea Party Bewegung unserer Tage. Aber das interessiert natürlich keinen in den stinkenden Redaktionsstuben.

So verkommen ist die deutsche Presse!


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Kategorien:Linke, USA
  1. Normalo
    29. August 2010 um 22:23

    Ausgezeichneter Artikel!

    Mir ist heute beim Schauen der RTL-Nachrichten genau das durch den Kopf geschossen. Ich hatte ein paar Leute zu Besuch und fragte, ob jemand merkte, was ihm da falsches vorgesetzt wurde.

    Antwort: „Nö, was denn? Da, bei den bekloppten Amis?“ usw

  2. 29. August 2010 um 22:46

    Und was viele Linke auch nicht wissen: Sowohl Abraham Lincoln als auch Dr. Martin Luther King waren Mitglieder der konservativen Republikaner und nicht Anhänger der linken Obama-„Demokraten“.

  3. böser werwolf
    29. August 2010 um 23:11

    Nur ein Haarsträubendes Beispiel von ganz vielen; von früh bis weit nach Mitternacht wird der Michel von der Medienlandschaft nur belogen, betrogen und abgezogen und seine Reaktion: Er freut sich wie ein kleines Kind auf die 3D-Springerbrille. Was singen Liz Mohn & Co. ganz laut im Chor(nur niemand hört’s): „Wir machen uns die Meinung, wie sie uns gefällt!“

  4. "iXi"
    4. März 2011 um 11:29

    um genau das zu vermeiden, lese ich weder zeitung noch schaue ich fern,
    aber das macht nichts, wenn sich heutzutage drogis schon als strenge
    katholiken bezeichnen, dann ist es auch klar, das rechte nicht mehr wißen was recht ist und linke sich für straighte neofaschisten halten,
    liegt wahrscheinlich am informationsoverflow, ähhhhh

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