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Ergebnis 2. Wochenumfrage

Die 2. Wochenumfrage: „Kooperation oder Abgrenzung?“ ist geschlossen. Die nächste Umfrage wird erst in einer Woche gestartet (außer es gehen heute noch spannende Fragen ein). Bis dahin kann jeder Vorschläge machen, was abgefragt werden soll.

Hier die Auswertung:

Abgegebene Stimmen: 100

Teilnehmer nach Anhängerschaft: NPD/DVU: 39%  –  Pro/Republikaner: 31%  –  Neutrale: 30%

Für eine Kooperation: 71% Gegen eine Kooperation: 29%

————————-

Getrennt nach Anhängerschaft sind für eine Kooperation:

NPD/DVU-Anhänger: 95%

Pro/Republikaner-Anhänger: 39%

Neutrale: 73%

————————-

Analyse: Das Ergebnis war so abzusehen und zeigt deutlich, dass die Vorstellungen der beiden Lager über eine mögliche Kooperation auseinander gehen. So wünschen sich ganze 95% der NPD-Anhänger eine engere Zusammenarbeit mit der Bürgerbewegung Pro bzw. den Republikanern. Freilich ohne inhaltliche Zugeständnisse zu machen oder sich von der NS-Szene zu trennen. So wird weiter Adolf Hitler als (heimliches) Vorbild hochgehalten, Pro NRW als „Pro Zion“ und deren Anhänger als „Proleten“ bezeichnet, sowie immer mal wieder die Maske fallen gelassen. Den meisten schwebt wahrscheinlich gleich eine Fusion vor, wie sie derzeit mit der DVU läuft. Es wird dabei selbstverständlich erwartet, dass die „einzuverleibenden“ Rechtsparteien sich einfach so in die jetzige NPD einfügen. Dabei wird auch oft betont, es sei ja Platz für konservative oder gemäßigte Flügel in der NPD. Dass dem aber nicht so ist, zeigen Austritte prominenter Akteure wie Rouhs, Molau oder Brinkmann, die alle beweisen, dass dies eben nicht stimmt, dass die NPD unwillig ist, ihre radikale Ausrichtung zu korrigieren. Eine Modernisierung nach Vorbild der britischen BNP scheint geradezu utopisch.

Reines Wunschdenken auch bei den Neutralen, hier sind immerhin 73% für eine Kooperation.

Die Pro/REP-Anhänger sind zu 61% gegen eine Kooperation mit der NPD und bestätigen damit den bishherigen Kurs der deutlichen Distanzierung. Da sie sowohl inhaltlich andere Positionen vertreten, als auch über eine ganz andere Anhängerschaft verfügen, macht dies Sinn. Beide Lager verbindet vereinfacht gesagt eigentlich nur das Aufgreifen der Islamisierungs-/Einwanderungsproblematik als tabuisiertes Politikfeld. Ansonsten gehen die Vorstellungen doch sehr weit auseinander. Die meisten gemäßigten Rechten erkennen, dass eine Zusammenarbeit mit der NPD ihnen nur Schaden würde, sie sofort von den Medien massiv angreifbar wären und sie selbst mit den „NS-lern“ in einen Topf geworfen würden. Schon einzelne Mitglieder, die vor vielen Jahren einmal in einer extrem rechten Partei waren, sind immer wieder Anlass für die Linksmedien, die Pro-Bewegung als „verkappte Nazis“ darzustellen.

Die Umfrage ist natürlich nicht repräsentativ und weist nur ein kleines Teilnehmerfeld auf, auch sind Manipulationen keineswegs auszuschliessen. Die Analyse ist meine persönliche Einschätzung und nicht als völlig objektiv oder allgemeingültig zu betrachten. Ich zähle mich selbst zu den Unterstützern von Pro/REP.


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  1. blacksun87
    29. August 2010 um 18:21

    Es wäre schon ein Anfang wenn nicht die einen gegen die andren hetzen würden und statt dessen die Feinde Deutschlands angegriffen werden.

    • Grafenwalder
      29. August 2010 um 18:25

      Finde ich auch, leider liest man immer wieder „Proleten“ und dergleichen in den Kommentarspalten.

  2. Universum
    29. August 2010 um 18:25

    Auch wenn das Ergebnis nicht repräsentativ ist – realistisch ist es allemal. Während das NPD/DVU-Lager Kooperation wünscht, blockt das gemäßigte Lager ab.
    Die Begründung, man wolle sich durch eine Zusammenarbeit mit den Radikalen nicht den Ruf ruinieren, halte ich für fragwürdig.
    Ist es nicht gerade so, dass z. B. PRO und NPD medial immer wieder in einen Topf geworfen werden und somit vom Normalbürger als „gleich schlimm“ empfunden werden?
    Ich glaube, dass eine Zusammenarbeit mit dem NPD/DVU-Lager den Ruf des PRO/REP-Lagers gar nicht viel mehr verschlimmern könnte.

    • Thoniz
      29. August 2010 um 22:40

      Dem ist leider nicht so, denn bei meiner kommunalen Arbeit schaden mir die Radikalinskis und NSler eben doch. Klar, sind die Bürger erstmal skeptisch, weil die Medien ebenso gegen REPRO hetzen wie gegen die NPDVU, aber im Kontakt mit den Bürgern vor Ort kann ich punkten, denn diese wollen, ebenso wie ich, keine (national)Sozialisten unterstützen.

      • Universum
        30. August 2010 um 12:46

        Ja, diese Klischeegestalten schaden selbst der NPD. Da muss sich etwas ändern.
        Ich finde, wenn man schon nicht zusammenarbeitet, sollte man sich doch wenigstens darauf einigen, sich nicht gegenseitig zu beschimpfen oder gar zu sabotieren, wie es weiter oben schon angesprochen wurde.

      • Thoniz
        30. August 2010 um 16:38

        Wenn es nur die Klischeegestalten wären, nein auch Leute wie Rieger(RIP), Wulff oder auch Pastörs etc. schaden dem Ansehen einer gemäßigten Rechten. Ich kann einfach dem Bürger nicht glaubhaft machen, wie ich denn mit solchen Leuten in einer Partei und dennoch nur konservativer Patriot sein kann. Das kauft mir einfach niemand ab und ich kann das sogar nachvollziehen.

        Und mit dem gegenseitigen Beschimpfen und Sabotieren hast du natürlich recht, das sollte unterlassen werden.

      • Universum
        1. September 2010 um 10:42

        Ich kann durchaus nachvollziehen, was Du schreibst und was die Bürger so denken, aber leider bringt uns der Ist-Zustand der deutschen Rechten seit Jahrzehnten einfach nicht weiter.

        Du müsstest ja nicht gleich mit „solchen Leuten“ in einer Partei sein. Würden es denn die Normalbürger, die Dir vertrauen, nicht verstehen, wenn Du ihnen erklären würdest, dass Ihr eine Wahlabsprache mit der NPDVU habt?
        Du könntest dann ja immer noch darauf hinweisen, dass Du mit „solchen Leuten“ nicht in einer Partei bist, eine Kooperation aber strategisch klüger ist.

      • Thoniz
        1. September 2010 um 15:12

        Gegen strategisch sinnvolle und geheime Absprachen habe ich nichts gegen.

  3. Antiislamist
    29. August 2010 um 18:55

    Hervorragende Umfrage mit einer noch besseren Analyse. Mein Abstimmungsverhalten als Pro-ler, der schon mit NPD-lern Kontakte HATTE, hast du jedenfalls richtig analysiert.

    • Antiislamist
      29. August 2010 um 18:59

      Falsch intepretiert hast du allerdings meinen Kommentar zu „Nie wieder Adolf“:
      Ich finde es erstens leicht durchschaubar und lächerlich, wenn Pro bei jeder Gelegenheit versucht, größtmögliche Distanz zum NS einzunehmen. Nicht weil das inhaltlich falsch, sondern weil das unglaubwürdig ist!
      Außerdem halte ich diese Selbstprofilierung auf Kosten von Sauerland für unmoralisch. Ihn in die Nähe von Hitler zu rücken, entbehrt jeglichem politischen Geschmack.

      Ich bitte dich daher, einen anderen Kommentar als Beispiel für die Vergangenheitsorientierung der NS-ler zu verlinken.

      • Grafenwalder
        29. August 2010 um 19:21

        Ok, das tut mir Leid, das habe ich in der Tat falsch verstanden. Habe den Link entfernt.

        Ich finde auch, man sollte sich von Seiten Pro nicht zu sehr mit der NPD befassen, und auf jeden Furz reagieren und eine Presse-Erklärung abgeben.

  4. 30. August 2010 um 13:21

    Die meisten gemäßigten Rechten erkennen, dass eine Zusammenarbeit mit der NPD ihnen nur Schaden würde

    Tja, und die meisten sog. „gemäßigten Rechten“ verkennen, dass die Verweigerung von inoffiziellen Wahlkampfabsprachen das Potential hat, beide Parteienlager zu lähmen.

    Achja, die Behauptung, dass Baier Hitler als heimliches Vorbild verehrt, weil er sich geweigert hat, diese Schmierenkomödie mitzuspielen, ist übrigens ziemlich weit hergeholt.

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