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TOP-Meldung: CDU plant Wiedereinführung des Reichsarbeitsdienstes!

„Niedersachsens Innenminister Schüneman (CDU) will die Wehrpflicht zur Heimatschutzpflicht umbauen.“ (berichtet Welt Online)  🙂

Ich bin ja erklärter Gegner der Wehrpflicht. Anders als die meisten „Rechten“, die gerne das Pferd von der falschen Seite her aufzäumen, und auf die Zwangsbeglückung der jungen Männer durch eine Lektion in Disziplin und wehrsportlicher Ertüchtigung hinweisen, muss für mich die Wehrpflicht zu allererst einmal sicherheitspolitisch begründbar sein. Das ist sie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Mit dem Vorschlag eines Umbaus der Wehrpflicht zur „Heimatschutzpflicht“ wird nun noch deutlicher, was die Haupt-Negativpunkte eines solchen Zwangsdienstes sind: Erstens die in der heutigen Zeit nicht mehr zu rechtfertigende Geschlechterdiskriminierung, da ja Frauen, wie bisher, außen vor bleiben sollen (wo bleiben die Aufschreie der FeministInnen?)

Und zweitens, dass es sich um billige Sklavenarbeit handelt! Bei Hochwasser Hemd aus und Spaten in die Hand – Jawoll! Erinnerungen an die gute, alte Zeit! Der Reichsarbeitsdienst (Pflicht von ’35 – ’45) lässt Grüßen!

Links: THW beim Deichbau, bald obligatorisch für junge Männer? Rechts: RAD beim Strassenbau 1936.

Hier noch ein Video aus der guten alten Zeit, ein bischen Nostalgie, um in die rechte Stimmung zu kommen. Und sowas von der CDU, möchte man etwa am rechten Rand und bei den „wertkonservativen“ Rentnern fischen? Oder doch nur wieder ein Beweis für die unglaubliche Verblödung der derzeit am schnellsten negativ wachsenden Partei Deutschlands?

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>> FAZ: Kein Pflichtjahr

>> EF: Aktuelle Nachricht – Zwangsdienste: CDU-Politiker erwägen Alternativen zum Wehrdienst


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  1. Chris
    27. August 2010 um 20:37

    In Anbetracht der Vielen die ich persönlich kenne die ihren Arsch nicht hochkriegen, keinen Bock haben zu arbeiten und den Sinn des Verhältnisses zwischen Leistungsgabe und -entnahme nicht verstehen (wollen) halte ich ein bedingungsloses Zwangsarbeitsjahr für sehr angebracht. Tüchtigkeit ist der Gesellschaft Ertrag!

  2. Thoniz
    28. August 2010 um 01:09

    Ich sehe das ebenfalls nicht negativ. Ob einem Wehrdienst, soziale Arbeit für das Gemeinwohl oder Arbeitsdienst mehr liegt soll jeder selbst entscheiden, aber das es sowas gibt ist wichtig für das Erwachsenwerden. Zwar stimmt es das ein Wehrdienst in unseren Zeiten eigntlich nicht mehr so viel Sinn macht und ich lieber eine schlagkräftige Berufsarmee hätte, aber genau deswegen finde ich die Angebote zur sozialen Arbeit oder dem Arbeitsdienst gerade wichtig.

  3. 29. August 2010 um 13:22

    Erstens die in der heutigen Zeit nicht mehr zu rechtfertigende Geschlechterdiskriminierung

    Das halte ich für unlogisch. Die Geschlechterdiskriminierung bei der Wehrpflicht leitet sich aus den unterschiedlichen biologischen Anlagen und Fähigkeiten von Männern und Frauen ab. Lebenserfahrung und gesunder Menschenverstand lehren, dass Frauen nicht die physischen und psysischen Voraussetzungen zum Kämpfen und Töten mitbringen. (Es war auch eine typisch lebensfremd-gutmenschliche Dummheit dem EuGH zu folgen und Frauen bei der kämpfenden Truppe zuzulassen.)

    Die Diskriminierung war also damals grundsätzlich gerechtfertigt und ist es somit auch heute.

    Richtig ist dagegen, dass es unter den jetzigen Bedingungen keinen sicherheitspolitischen Bedarf für die Wehrpflicht gibt. Genauso wenig wie es einen innenpolitischen Bedarf für einen durch Wehrpflichtige unterhaltenen Katastrophenschutz gibt. Hier sollte man besser Anreizstrukturen schaffen, junge Leute zum Eintritt ins THW oder in die Freiwillige Feuerwehr zu motivieren.

    Wofür es jedoch einen gesellschaftlichen Bedarf gibt, sind Niedrig-Lohn-Pflegekräfte. Diese bereitzustellen, ist jedoch nicht Aufgabe der Wehrpflicht und der wehrpflichtigen Männer.

    • Grafenwalder
      29. August 2010 um 13:58

      Frauen sind zwar physisch unterlegen, aber nicht völlig untauglich für den Militärdienst. DASS es geht, zeigen sowohl die Frauen in der deutschen Bundeswehr, und auch sehr eindrucksvoll übrigens die Israelischen Streitkräfte. Zudem sind die physischen Anforderungen heute sehr viel niedriger, und es ist auch nur noch ein kleinerer Teil der Armee Infanterie oder dergleichen physisch höchst anspruchsvoll. Die meisten „Jobs“ können locker von Frauen übernommen werden.

      Mit dem anderen, was du schreibst, gebe ich Dir Recht.

      Nunja, die Aussetzung der Wehrpflicht ist praktisch beschlossene Sache, und das sind jetzt lediglich die Nachwehen einer untergehenden Partei. Bald wird eh‘ Rot-rot-grün „strukturell“ die absolute Mehrheit auf dn meisten Entscheidungsebenen haben, die alle bekanntlich „gegen Wehrpflicht“ sind oder zumindest tendieren. Damit ist das Kapitel dann hoffentlich abgeschlossen, 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges. (In Deutschland braucht alles aufgrund der verkrusteten Strukturen und vorallem des verkrusteten und „festhaltenden“ Denkens viel länger).

      • 30. August 2010 um 14:45

        Zudem sind die physischen Anforderungen heute sehr viel niedriger, und es ist auch nur noch ein kleinerer Teil der Armee Infanterie oder dergleichen physisch höchst anspruchsvoll. Die meisten „Jobs“ können locker von Frauen übernommen werden.

        Das ist ein grundlegend verkehrte Herangehensweise. Die deutsche Militärdoktrin geht davon aus, dass jeder Truppenteil (auch Versorger und Unterstützer) befähigt sein muss, ein infanteristisches Gefecht zu führen.

        Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Dynamik des modernen Gefechts. Im Falle eines feindlichen Einbruchs müssen auch rückwärtige Dienste in der Lage sein, diesen abzuriegeln.

        Für den asymmetrischen Krieg gilt dieses Prinzip sogar noch verstärkt, denn hier ist die Einbeziehung rückwärtiger Dienste in Gefechte nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall.

        auch sehr eindrucksvoll übrigens die Israelischen Streitkräfte

        Die IDF setzt Frauen fast ausschließlich in Unterstützungs- und Versorgungseinheiten ein. Und das nicht in Folge irgendeines gutmenschlichen „Gleichbehandlungsgrundsatzes“, sondern aufgrund der natürlichen Personalknappheit. Not kennt eben bekanntlich kein Gebot.

        Seit den schlechten Erfahrungen des „Unabhängigkeitskrieges“ wurde penibel darauf geachtet, Frauen nicht mehr frontnah einzusetzen. 2001 wurde diese Regelung gelockert. Wie die gemachten Erfahrungen damit aussehen, weiß ich nicht. Ich vermute jedoch nicht gut.

        Die Streitkräfte des UK und der USA erlauben Frauen den Zugang zu den Streitkräften, verbieten jedoch ihren Einsatz bei Bodenkämpfen. Ein typisches Resultat ideologischer Verblendung: Man schafft sich selbst Probleme und bemüht halbgare Lösungen, um die Folgen einzudämmen.

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