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Umfrage: Kooperation oder Abgrenzung?

Es wird auf GESAMTRECHTS.NET immer wieder der Wunsch geäussert, alle Rechten sollten sich doch zusammentun. Es gab schon lange Diskussionen darüber, etwa hier, wie sinnvoll oder unsinnig das Ganze sei. Daher dreht sich die Umfrage diese Woche darum, ob alle Parteien „rechts der CDU“ zusammenarbeiten sollten.

oben: NPD-Demo; unten: Pro NRW-Anhänger

Hier kann man sich natürlich verschiedene Möglichkeiten vorstellen: Vom Verzicht eines Gegeneinander-Antretens (z.B. das Modell CDU/CSU oder der ehemalige „Deutschlandpakt“ zwischen NPD und DVU) bis zur Fusion à la SED.

Wir wollen aber nicht ins Detail gehen, es geht hier ums Grundsätzliche.

Wohlgemerkt: zur Debatte steht nicht ein anständiger Umgang miteinander. Nicht, ob man versuchen sollte, dem Anderen zu schaden oder mit Linksradikalen zusammen gegen den Anderen zu demonstrieren – ein fairer und sachlicher Wettstreit um die besten Ideen sollte unter demokratischen Parteien eigentlich selbstverständlich sein.

Es geht auch nicht darum, ob innerhalb der „zwei Lager“ eine Flurbereinigung stattfinden sollte (was ziemlich unstrittig ist).

Die Frage ist, ob „gemäßigte“ (REP, PRO, etc.) und „extreme“ (NPD, DVU, etc.) Rechte sich aufeinander zubewegen sollten, oder doch klar voneinander distanzieren sollten (so wie es auch im Moment der Fall ist).

Das oberste Ziel muss bei allen Überlegungen die Erringung von Wahlerfolgen auf Bundes- und Länder-Ebene sein, um politische Forderungen durchzusetzen. Wie lässt sich das am besten erreichen?


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  1. Chris
    23. August 2010 um 08:27

    Nur gemeinsam sind wir stark.

  2. Thoniz
    23. August 2010 um 13:00

    Das kommt wiederum ganz drauf an. Grundsätzlich bin ich für eine Einheit, aber nicht in dieser Situation unter diesen Vorzeichen.

    REPRO sind auf einem guten Weg und eine Zusammenarbeit mit NPDVU+ deren Kameradschaften und autonomen Freunden kann sich nur kontraproduktiv auswirken. Die Bürger mögen Pro halt, weil man sehen und miterleben kann, dass wir keine Nazis sind. Und ich freue mich immer wieder, wenn ich auf eine Pro-Demo gehe die vielen normalen Leute zu sehen, besonders auch „normale“ Jugendliche mit Haaren auf dem Kopf.
    Aber es liegt ja auch nicht nur daran, dass bei der NPD+Umfeld zu viele Klischeenazis rumspringen würden, nein auch selbst das Gedankengut was führende Personen in der NPD haben würde sich auswirken. Wenn z.B. ein Pastörs über die Judenrepublik schimpft, dann würde all die Arbeit, die wir vor Ort geleistet haben, sofort wieder zerstört mit dem Vertrauen der Bürger, dass wir doch keine Ewiggestrigen sind.
    Weiter ist der Name NPD völlig verbrannt und leider noch nicht mal in einem „böse, böse“ Sinn, sondern viele Bürger machen sich auch über die „dummen“ NPDler lustig. Die NPD wird von den Bürgern nicht mehr ernstgenommen und das ist etwas, was ich viel schlimmer finde als gefürchtet zu sein. (Pro treffen natürlich auch Medien-Kampagnen, aber die NPD hat sich wahrlich ihren Ruf „erarbeitet“ siehe Extra3)
    Letztendlich bin ich aber auch der festen Überzeugung, dass die NPD als Auffangbecken rechter Strömungen dient und deshalb bis in die Führungsetage mit VSlern vollgestopft ist. Sicher, ein VS-Befall mag auf andere Parteien auch zu treffen, aber nicht in dem Maße und nicht mit radikalen Mitgliedern, die dem VS in die Hände spielen.
    Naja letzendlich kommt alles zusammen und man kommt zu dem Schluss eine Zusammenarbeit in der jetztigen Situation unter diesen Vorzeichen ist nicht produktiv für eine Rechte, die Erfolg haben will wie eine FPÖ und die nicht auf Tag X wartet wo die NPDVU mal gewählt wird von der Mitte der Gesellschaft.(Tag X kommt eh nie, im Gegenteil, wenn wir nichts tun, dann geht unser Volk ganz leise und langsam unter)

    Außerdem bin ich der Meinung ist Momentan eben auch eine Vereinigung gar nicht möglich. Wir sehen das Problem ja bei der NPD, öffnet sie sich zur gemäßigten und konservativen Seite, dann ziehen sich die Freien und Autonomen zurück oder gründen vielleicht mal wieder ne 2. FAP(wohl kaum, nur als Beispiel das es sowas ja auch schonmal gab). Wendet sich die NPD zu den Radikalen hin, dann wird es immer Gemäßigte geben die austreten und ihren eigenen Klub aufmachen. Wir sehen, wir brauchen schon ein wirklich gutes weltanschauliches Minimum und eine gute Organisation um eine Einheit hinzubekommen. Die Zeit dafür ist zur Stunde also noch nicht gekommen, dass eine Einheit möglich wäre.

    Was die Wahlerfolge angeht, nun wir haben eine gigantische Zahl an Nichtwählern und für eine Rechtspartei ist bis zu 20% sicher drin. Also sollten wir nicht meckern, für beide Parteien sind genug Prozente möglich.
    Ein Problem sehen hier natürlich einige bei der Bundestagswahl. Aber ich denke, da muss man dann die Situation erstmal neu abwegen, wenn es soweit ist. Sollte eine Zusammenarbeit nötig werden, dann sollte man vielleicht doch verhandeln, aber soweit sind wir noch nicht. Wir sollten uns erstmal darum kümmern, dass wir uns in den Ländern festbeißen.

    Deswegen von mir ein NEIN zur Zusammenarbeit „radikaler“ und „gemäßigter“ Kräfte. (Was natürlich nicht heißen soll, dass man sich unbedingt spinnefeind sein muss und auch Ausnahmen bestätigen aus meiner Sicht die Regel)

    • Grafenwalder
      23. August 2010 um 13:37

      Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen! Sehe ich ähnlich …

  3. ww
    23. August 2010 um 15:16

    HA, momentan Montag, 23.08.10 15:15 Uhr mehr REPRO als NPDVU Anhänger !
    Triumph.

    • Grafenwalder
      23. August 2010 um 15:22

      Ich musste zweimal hinschauen, aber du hast tatsächlich Recht! Wobei ich dem Braten nicht ganz traue.

  4. hildener
    23. August 2010 um 15:51

    Die Frage ist, was macht man bei dieser Umfrage als REP/DVU Anhänger?

    • Grafenwalder
      23. August 2010 um 17:50

      In diesem Falle bitte als „PRO/REP“-Anhänger abstimmen oder wahlweise als „neutral“. Die bisherige DVU wird es so ja nicht mehr lange geben, wenn sie erst mal mit der NPD vereint ist.

  5. 23. August 2010 um 19:34

    „Die Bürger mögen Pro halt, weil man sehen und miterleben kann, dass wir keine Nazis sind“

    Die Bürger wählen Pro, weil man nicht sehen, aber nach 5 Pils miterleben kann, daß sie heimlich Nazis sind:-)

    • Grafenwalder
      23. August 2010 um 19:40

      Nach 5 Pils ist jeder Nazi … bei klarem Verstand aber nur die wenigsten und diese sind zu bedauern.

      • 24. August 2010 um 18:58

        Man muß es ja nicht selber sein und kann dennoch sehen, daß es so ist. Das Phänomen geht bis tief in die CDU, wie ich selber angesichts einer Einladung bei diesen Kreisen feststellen konnte. Da fallen Worte, die nicht einmal die NPD verwendet..

      • blacksun87
        25. August 2010 um 02:41

        niekisch

        vielleicht dann mal ans Redner pult tretten und zur npd einladen xD

  6. Patriot
    23. August 2010 um 21:28

    Extrem sind wir nur in unsere liebe zu Deutschland!!

    • ww
      29. August 2010 um 09:47

      Und „in der Abgrenzung von extremisten von links und von rechts.“
      (Markus Beisicht)

  7. blacksun87
    24. August 2010 um 03:13

    Abgrenzung zu Assis Ja
    Abgrenzung von normalen Nein

    Da könnte dann der Kodex hilfreich sein.

  8. Petermann
    29. August 2010 um 10:22

    Eigentlich hat Thoniz bereits zu dem Thema alles gesagt. Die nahe Zukunft wird zeigen welcher Politikansatz sich von den beiden Rechtslagern durchsetzen wird. Aus meiner Sicht und der Erfahrung aus dem Landtagswahlkampf in NRW kann das nur pro NRW sein. Denn zu oft wurde die Frage gestellt: Ihr seid doch nicht von der NPD? Zudem bestätigt das Wahlergebnis einen Trend zu pro NRW hin, der noch lange nicht ausgereizt ist. 2014 werden wir in NRW flächendeckend mit kampagnefähigen Kreis- und Stadtverbänden antreten. Eine Zusammenarbeit mit der NPD verbietet sich, will pro NRW für den normalen Bürger wählbar bleiben.
    Der Kommentar von Niekisch #8 zeigt was ich meine. Ich Übrigen hätte ich einen solch bösartigen und niveaulosen Kommentar von Niekisch, der zwischen den rechten Lagern herumirrt und sich nicht entscheiden kann, ein Irrlicht halt, nicht erwartet.

  9. Steffen
    29. August 2010 um 11:44

    Wer sich als Anhänger der NPD lieber einer Subkultur zugehörig fühlt, als dem Vertrauen und Wohlwollen des deutschen Volkes, gehört für mich auch nicht in die Parteilandschaft integriert. Schaut euch doch auf dem Bild der NPD die Person ganz rechts an, so sollte das doch ausschauen.

  10. 29. August 2010 um 17:37

    „Der Kommentar von Niekisch #8 zeigt was ich meine. Ich Übrigen hätte ich einen solch bösartigen und niveaulosen Kommentar von Niekisch, der zwischen den rechten Lagern herumirrt und sich nicht entscheiden kann, ein Irrlicht halt, nicht erwartet.“

    # Petermann ( 15 ):

    Mein Kommentar – mit smiley – mag sein, wie er will, jedenfalls hat er den Fehler, daß er sich auf a l l e pro – NRW – Wähler bezieht und das ist natürlich nicht zulässig. Meine Entschuldigung insoweit hast Du. Richtig ist, daß der Wunsch nach einem „kleinen Hitler“ und einem „Nationalsozialismus light“ in allen Gruppen und Parteien verbreitet ist, deswegen sprach ich ja auch in einem späteren Kommentar von der CDU. Und nicht nur da ist es so. Es geht bis in die Wählerschaft der Linkspartei. Extrembeispiel: Mein Garagennachbar, der alle Ausländer entfernen will und Arbeitslager für Asoziale einrichten will,eröffnet mir, die Linkspartei gewählt zu haben. Man mag dazu stehen wie man will, aber es ist eine Tatsache.

    Im übrigen „irre ich nicht zwischen den rechten Lagern herum.“ Ich bin seit langen Jahren parteilos und unterstütze bei Wahlen jeweils die für mich adäquate rechte Partei. Gegenüber pro – NRW habe ich Vorbehalte – wie Du weißt, weil ich meine, daß Politik sich nicht gegen Menschen, sondern gegen Ideen richten soll. Jeder hier weiß, daß ich reine Anti – Moscheekampagnen nicht befürworte, weil wir uns da rechtlich auf schwachem Boden befinden und schnell ein Bumerang daraus werden kann. Insoweit habe ich mich immer deutlich geäußert. Wenn pro – NRW gegen die eigen Politiker vorgeht, die verantwortlich sind und insoweit Kampagnen startet, will ich das gerne unterstützen.

    Daß Du mich als „Irrlicht“ bezeichnest, sehe ich Dir gerne nach: Ich weiß, daß ich irre, aber es ist ja vielleicht nicht so negativ, wenn ich auch ein wenig leuchte:-)

  1. 23. August 2010 um 17:51

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