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Ein Plädoyer für die Freiheit

Just erschienen: Janichs neues Buch

Nun mache ich ja keinen Hehl daraus, und habe es auch in meinem letzten Beitrag über die Verfassungsklage zur Griechenlandhilfe angeschnitten, dass ich von der Internet-Verschwörungs-Szene nicht sonderlich viel halte. Der prominenteste Verschwörungstheoretiker – ja, ich benenne diese Leute so – im deutschsprachigen Raum ist sicherlich Alexander Benesch von infokrieg.tv. Seit Neuestem betreibt dieser eine neue Live-Radiosendung, die zweimal die Woche über das Internet ausgestrahlt wird, und die normalerweise aus einem 3-stündigen Monolog Beneschs besteht, in welchem er über alle möglichen Bereiche der  sog. „Truther“-Bewegung berichtet.

Ich habe mir gelegentlich diese Sendungen zur reinen Belustigung angehört, aber die Ausstrahlung vom letzten Dienstag hat mich doch positiv überrascht. Grund: Es wurde ein 1¾-stündiges (!) Interview mit dem Gründer und Vorsitzenden der Partei der Vernunft, Oliver Janich, geführt. Und bei dem, was dieser Mann zu sagen hat, ist viel Richtiges dabei!

Anzuhören hier:  Podcast der Infokrieg-Live-Radiosendung vom 10. August 2010

Hätte mir nicht träumen lassen, dass ich noch einmal Werbung für Infokrieg mache!

Aber dieser Mann drückt sich einfach so verständlich aus, dass es einen geradezu fesselt! Nebenbei räumt er mit zahlreichen Missverständnissen auf, denen auch viele Rechte aufsitzen, wie zum Beispiel der Gleichsetzung von „sozial“ und „Sozialismus“. Man muss nicht mit allem übereinstimmen, schon gar nicht mit Infokrieg und was auf dieser Plattform alles propagiert wird; aber dadurch dass hier nicht primär Verschwörungstheorien ausgebreitet werden, sondern vor allem volkswirtschaftliche Grundzusammenhänge verständlich erklärt werden, ist dieses Interview absolut empfehlenswert!


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Kategorien:Allgemein, Szene, Wirtschaft
  1. 13. August 2010 um 22:38

    ein komplott in einem komplett – das nenne ich mal eine reife leistung. aber seien wir mal ehrlich: wie viele dieser „komplotte“ ala bilderberger und co. sollen oder müssen noch aufgedeckt werden, damit auch bereits kritische menschen erkennen, daß es sich bei der gesamten kapitalistischen produktionsweise, aus welcher der finanzmarkt natürlicherweise hervorgegangen ist, um einen einzigen „komplott“ handelt?

  2. 13. August 2010 um 22:45

    nachtrag: ich möchte hier keine sozialistische propaganda betreiben – ist dein blog – allerdings möchte ich noch ergänzend anmerken, daß die vorstellung, daß alle sozialisten gleich denken würden oder in ddr-manier den zentralistischen „staat“ fordern würden, recht platt ist und gerade dem kritischen anspruch, den der herr benesch ja stellt, nicht gerecht wird. wir nationalrevolutionäre etwa fordern gleichzeitig mit dem sozialisierungsprozess auch den demokratisierungsprozess! inwiefern soll eine basisdemokratische struktur mit imperativem mandat „abhängigkeit vom staat“ generieren?

    • Grafenwalder
      13. August 2010 um 23:13

      Hier kann von mir aus jeder soviel Propaganda betreiben, wie er will. Aber ich glaube auch, dass eben der Sozialismus der Hort allen Übels ist. Ich würde vielleicht nicht gleich die radikal libertärsten Positionen vertreten, weil ich nicht glaube, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, und weil ich mich frage, ob diese Theorie in der Praxis genau so schön funktioniert. Von der reinen Theorie her aber stimme ich schon mit vielem übrein, was Janich sagt. Auf jeden Fall muss die Staatsquote gesenkt werden, vielleicht nicht gleich auf 0, oder 25, aber vielleicht mal auf 40 anstatt 70 oder 80! Ganz ohne Staat wird man nicht auskomen, wie die sich das in der Theorie alle denken, und es ist schon garnicht umsetzbar, weil sich dafür nie Mehrheiten finden lassen werden. Abr es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung!

  3. Ikognito
    14. August 2010 um 02:38

    Der Sozialismus klingt in der Theorie schön und hat etwas von Friede-Freude-Eierkuchen Märchenwelt aber praktisch ist er eine Utopie das sollte jedem Menschen bewusst sein. Der Kapitalismus ist auch nicht das non-plus-ultra ein perfektes System gibt es nicht! Man sollte an realistischen Lösungen arbeiten.

    • Chris
      15. August 2010 um 11:38

      Ein perfektes System gibt es. Und realistisch ist es auch. Aber das würde den totalen Machtverlust aller derzeit Mächtigen implizieren. Nun brauche ich Ihnen wohl nicht erklären, dass das nicht gewollt ist.

      • Ikognito
        15. August 2010 um 16:38

        Nein perfketes System gibt es nicht auf dieser Welt ist nichts perfekt das sollten endlich mal alle Menschen verinnerlichen alles was eine Idee des Menschen ist nicht perfekt allein schon weil die Idee vom Menschen stammt das ist ein Fakt. Jedes System hat einen entscheidenen Fehler: den Menschen und seine Biologie.

  4. Grafenwalder
    14. August 2010 um 17:14

    Der Titel des Buches ist etwas mißverständlich. Hier muss man sich in der Tat das Interview anhören, um zu merken, dass Janich ein meiner Einschätzung nach Hardcore-Libertärer ist, desen Kampf wirklich jeglichem „Sozialismus“ gilt. Es geht hier also nicht darum, von der Warte irgendeines „Sozialismus“ heraus den „Kapitalismus“ zu kritisieren. Wenn ich das richtig verstanden habe, kritisiert Janich den Kapitalismus in seiner jetzigen Ausformung deshalb, weil er meint, es gebe in ihm zuviel Sozialismus, Monopole und Kartelle. Er tritt für einen absolut „freien“ Markt ein. Wie gesagt, ich glaube, er hat mit vielem Recht.

  5. Normalo
    15. August 2010 um 00:52

    Gerade aktuell zu diesem Thema gibt es auf nuoviso.tv einen Vortrag von Nikolas Hofer der da heißt „Wirtschaft verstehen“, der außerordentlich klar ist.

    Auch die Vorträge von Jürgen Elässer, Andreas Clauss und Bernd Senf zum Thema sind sehenswert.

    Nicht alles auf dieser Seite ist empfehlenswert, aber man kann sich das rauspicken, was einem sinnvoll und interessant erscheint.

    Ich persönlich bin – im Gegensatz zum Autor – durchaus der Meinung, dass es wichtig ist, sich mit der Wahrheitsbewegung – die nun von libertär (amerikanische Verfassungsbegung, Ron Paul, Alex Jones) bis weit in linke Kreise hinein reicht – auseinanderzusetzen.

    Und zwar weil die Informationen über das Wirken der westlichen Geheimdienste und des militärisch-industriellen Komplexes und der Banker-Elite IMMER stichhaltig und mit Dokumenten belegt sind. Diese Bewegung baut nicht auf Luft.

  6. blacksun87
    15. August 2010 um 14:12

    Schade das es ein Anti-Sozialistischer-Blog ist… vielleicht solltet ihr mal die neue „Hier und jetzt“ lesen..

    • Grafenwalder
      15. August 2010 um 15:17

      Ja, da ist dieser Blog ganz auf Linie mit Gesamtrechts, die sind nämlich auch antisozialistisch.

      Was steht denn drin im neuen Heft? Habe nur das Inhaltsverzeichnis gesehen: Marx & Gesell (über den es übrigens seit Kurzem ein Hörbuch bei youtube gibt – hat mich nicht überzeugt, Geldscheine mit Verfallsdatum und Minister bei den Kommunisten, nach dem Motto: Sozialisten von links und rechts vereinigt euch!).

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